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Gründerförderung: Staat will deutlich mehr Wagniskapital bereitstellen

Das Bundeskabinett befürwortet einen Gesetzentwurf, durch den 2018 rund 6,75 Milliarden Euro über Finanzierungen und Beteiligungen in kleine und mittlere Unternehmen fließen sollen. Auch der staatliche Topf für Wagniskapital wird deutlich aufgestockt.

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Gründerförderung: Staat will deutlich mehr Wagniskapital bereitstellen

Die Bundesregierung plant einen neuen Geldregen für Gründer. Das Kabinett hat dazu am Mittwoch einen Entwurf für das Wirtschaftsplangesetz 2018 auf den Weg gebracht, durch das Gelder aus dem Sondervermögen des European Recovery Program (ERP) des Bundes verteilt werden sollen. Konkret ist laut dem Bundeswirtschaftsministerium vorgesehen, kleinen und mittleren Unternehmen Finanzierungen und Beteiligungskapital von etwa 6,75 Milliarden Euro in 2018 zu ermöglichen. Zudem soll das Engagement der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Bereich der Wagniskapital- und Beteiligungsfinanzierung in Deutschland erleichtert und mit ERP-Mitteln ausgebaut werden.

"Hierzu wird die KfW eine Tochtergesellschaft gründen, in der das Beteiligungsgeschäft künftig stattfinden wird", heißt es im Wirtschaftsressort. Das Investitionsvolumen des Finanzinstituts werde von derzeit 100 Millionen Euro pro Jahr bis 2020 auf 200 Millionen jährlich verdoppelt. Dieser Schritt führe zu einem Zusagevolumen im Bereich Wagniskapital in Höhe von rund 2 Milliarden Euro voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren. Erfolgreiche Startups könnten damit leichter wachsen, Arbeitsplätze sichern und besser am Markt Fuß fassen.

Ferner werde "die für die Branche so wichtige Übertragung von Verlustvorträgen neu geregelt". Der Bundestag müsste den Entwurf noch beschließen, befindet sich aber eigentlich schon in der Sommerpause und im Wahlkampf. Zuletzt hatte das Wirtschaftsministerium im vorigen Jahr mit einem millionenschweren KfW-Fonds und einer "Wachstumsfazilität" neue Instrumente für mehr Risikokapital geschaffen. (Stefan Krempl) / (anw)

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