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Grüne wollen Handy-Smog reduzieren

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Die Grünen wollen die Grenzwerte für die elektromagnetische Strahlung von Handys und Sendemasten deutlich senken. Einen entsprechenden Beschluss habe der Vorstand der Bundestagsfraktion getroffen, sagte heute der grüne Abgeordnete Winfried Hermann der Nachrichtenagentur AFP. Damit reagiert die Umweltpartei auf neuere wissenschaftliche Erkenntnisse. Hermann verwies auf eine Studie des Hannoveraner Instituts für Sozial-Ökologische Forschung und Bildung (ECOLOG), nach der Mobilfunkstrahlung Krebserkrankungen fördern, das Immunsystem schwächen, bestimmte Hirnleistungen stören und das Erbgut schädigen kann. Laut AFP schließt sich die Partei den Empfehlung der ECOLOG-Studie an und fordert Strahlungs-Grenzwerte für Mobiltelefone von maximal 0,5 Watt pro Quadratmeter. Derzeit sind noch bis zu zwei Watt erlaubt.

Unterdessen hat sich die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters gegen geringere Strahlungs-Grenzwerte für Mobilfunkstationen in Deutschland ausgesprochen. Behördenpräsident Matthias Kurth sagte demnach auf einer Fachveranstaltung in Bonn, die Grenzwerte seien sachgerecht. Eine Verschärfung führe zu großen Problemen beim Aufbau der Mobilfunknetze und zu einer ungerechtfertigten Beunruhigung der Bevölkerung. Rundfunksender würden beispielsweise eine stärkere Strahlung aussenden als Mobilfunkstationen. (thd)