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CES

Günstige Cherrytastatur mit vereinfachten Switches

Viola heißen die neuen Low-end-Switches von Cherry. Benannt sind sie nach einer ertragreichen Kirschsorte. Sie ermöglichen Gaming-Tastaturen für unter 100 Euro.

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Die Cherry-Tastatur mit Viola-Switches soll günstiger sein, wirkt äußerlich aber nicht weniger wertig als teurere Geräte.

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Der Tastaturhersteller Cherry aus Auerbach hat einen neuen, kostengünstigen Switch vorgestellt, der eine Alternative zum kostspieligeren MX-System darstellt. Die neuen Viola-Switches bestehen aus jeweils nur vier Bauteilen statt, wie die Klassiker, aus sechs bis acht Komponenten. Daher sind sie günstiger zu produzieren und ermöglichen somit Gaming-Keyboards für unter 100 Euro. Wie die teureren Varianten lassen sie sich mit RGB-LEDs ausstatten.

Viola besteht aus nur vier Bauteilen und ist daher günstig zu produzieren.

Die mechanischen Viola-Switches sind, verglichen mit Gummitastaturen, hochwertiger, bieten ein präziseres Tippgefühl und halten laut Cherry deutlich länger. Dank Tastenkappenaufnahme nach Industriestandard lassen sich Tastaturen durch Tastenkappen mit Kreuzaufnahme nach Wunsch bestücken.

Das patentierte V-Shape-Kontaktsystem besteht aus einem Sockel aus Kunststoffpolymer sowie einem Kunststoffteil, das über acht Führungsrillen hineinpasst, einer Metallfeder und einem Metallkontakt. Die Switches werden weder gelötet noch verklebt, sondern über Pins am Sockel in der Tastatur gehalten. So lassen sie sich auf einfache Weise austauschen.

Cherry spricht von CrossLinear-Schaltcharakteristik. Das bedeutet, der Schaltweg von zwei Millimetern bis zum Kontakt verläuft linear mit einer Auslösekraft von 45 Zentinewton. Ist der Kontakt erreicht, beträgt die Auslösekraft des verbleibenden Schaltwegs von vier Millimetern 75 Zentinewton.

In den Viola-Switches ist außerdem Platz für einfarbige oder RGB-fähige SMD-LEDs. Die flachen Leuchtdioden finden auf der Leiterplatte der Tastatur Platz.

Die klassischen, kostspieligeren MX-Schalter, die Cherry seit 1983 entwickelt und produziert, hat der Hersteller optimiert, sodass sie nun 100 Millionen Betätigungen ohne Qualitätsverlust aushalten sollen. Cherry gibt die Prellzeit mit weniger als einer Millisekunde an. Das bezeichnet den Rückprall, vergleichbar mit dem eines Hammers, der auf einen Amboss trifft.

Die Stabilität hat Cherry durch eine Vergrößerung der Gleitfläche der frontalen Seite des Stößels und insgesamt acht Führungsschienen der Innenseite des Schaltergehäuseoberteils erreicht. (akr)