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Günstige Einsteiger-Handys werden seltener

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Der Mobilfunkanbieter D2-Vodafone plant, die Subventionen für Neukunden-Handys einzuschränken. In einem Interview mit dem Handelsblatt kündigte D2-Geschäftsführer Jürgen von Kuczkowski an: "Die Preise für subventionierte Geräte werden steigen, es sei denn, die Hersteller senken ihre Preise." Die Handy-Subvention, die im Schnitt bei etwa 300 Mark liegt, rentierten sich nicht mehr. Kuczkowski hielt fest, dass D2-Vodafone auf dem Weg in einen klassischen Verdrängungswettbewerb sei und die Pflege des Kundenstamms Vorrang vor dem Gewinn neuer Kunden habe. Das Unternehmen wolle auf der CeBIT Gespräche mit Vertriebspartnern betreffs einer Senkung der Händlerprovisionen führen. Dafür soll das Bonusprogramm für die Stammkunden ausgebaut werden. Gegenüber heise online erklärte ein Firmensprecher, Umfang und Zeitpunkt der Einschränkungen stünden noch nicht fest.

Auch der Chef der Telekom-Tochter T-Mobil René Obermann sprach sich laut Handelsblatt für eine Reduzierung der Handy-Subventionen aus. Es seien besonders die Angebote mit Guthaben-Karten problematisch, da diese Kunden besonders wenig telefonieren würden. Die entsprechenden Minutenpreise seien im Vergleich zu den Tarifen der Zweijahresverträge besonders hoch, außerdem nutzten oft Jugendliche das Handy mit Prepaid-Karte als Statussymbol und um erreichbar zu sein.

D2 und T-Mobil liegen sich derzeit in den Haaren in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um die Marktführerschaft. Die Ankündigung von Ron Sommer, D2 bei der Zahl der Netzteilnehmer überholt zu haben, dementierte D2-Vodafone: Man führe weiterhin mit etwa 100.000 Kunden vor T-Mobil. (Rudolf Opitz) /