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Gutachten: Microsoft haftet für "LoveLetter"-Schäden

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Der Softwarehersteller Microsoft haftet nach Auffassung eines renommierten Experten für Softwarerecht für die Schäden, die der berüchtigte "ILOVEYOU"-Virus angerichtet hat. In einem Aufsatz für die Zeitschrift Computer und Recht (Novemberausgabe) schreibt der Karlsruher Jurist Prof. Dr. Michael Bartsch, nach den Prinzipien der Produkthaftung treffe Microsoft die zivilrechtliche Haftung.

Der als Liebesbrief getarnte E-Mail-Wurm "ILOVEYOU" hatte im Mai weltweit unzählige Computersysteme lahmgelegt und nach Schätzungen wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Das als E-Mail-Attachment verbreitete Visual-Basic-Skript (Dateikennung ".vbs") breitete sich explosionsartig rund um den Globus aus, überflutete Mail-Server und Firmennetzwerke und zerstörte Dateien. Abkömmlinge des ohne große Programmierkenntnisse modifizierbaren Schädlings machen bis heute den Datenverkehr unsicher.

"Angriffspunkt und Einfallstor für den Virus war nur die Internet-Software von Microsoft", schreibt Bartsch. Das Ergebnis seiner Prüfung der Haftungsfrage sei eindeutig und "in aller Wissenschaftlichkeit belegt". (cp)

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