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IFA

Guter Start für De-Mail

Rund 150 Personen haben sich nach Auskunft der Telekom bis zum frühen Freitagnachmittag in einer eigens eingerichteten Identifikationsstelle für De-Mail auf der IFA registriert und den Identifikationsprozess durchlaufen. Sie müssen bis zu sieben Tage auf den Brief mit dem Rubbelcode für das erste Einloggen ins De-Mail-System warten. Unterdessen verrät United Internet seine Preise für De-Mail.

Auf dem Stand der Telekom in Halle 6 gibt es eine durch Scheiben abgetrennte Ecke, in der Messebesucher ihre ersten Schritte zur De-Mail machen können. Betritt der Besucher das Eckbüro, trübt sich das Glas ein und die Registration kann beginnen. Benötigt wird nur der Personalausweis und eine beliebige E-Mail-Adresse, an die die Web-Adresse für die Anmeldung geschickt wird.

Das kleine Eckbüro auf dem Stand der Telekom hat Glaswände...

(Bild: heise online/Borchers)

Nach Angabe der Personendaten – die können auch vom neuen Personalausweis elektronisch übermittelt werden – und dem Login mit einem selbst ausgedachten Passwort müssen drei verschiedene Kreuzchen gesetzt werden (Rechtsbelehrung, AGB und Telekom De-Mail-Vertragsabschluss). Der Prozess endet mit dem Ausdruck des ID-Formulars, auf dem noch weitere 3 Kästen zum Ankreuzen warten und der Abgabe der Unterschrift. Nach der von einem Telekom-Mitarbeiter durchgeführten ID-Prüfung dauert es dann noch maximal sieben Tage, bis De-Mail genutzt werden kann.

Wer bei der Telekom ein De-Mail-Postfach mit dem nPA einrichtet, bekommt als Namensvorschlag den vollen Namen, unter dem der Bürger registriert ist, mit allen Vornamen. Alternativ kann die De-Mail-Adresse auf den Künstler- oder Ordensnamen ausgestellt werden, sofern dieser auf dem Ausweis registriert ist. Damit ist sichergestellt, dass offizielle Post etwa an Kurt Krömer geschickt werden kann. Die gesamte Registrierungsprozedur dauerte beim Autor etwa 15 Minuten, nicht gerechnet die Zeit in der Warteschlange vor der Büroecke.

...die sich eintrüben, wenn sich ein Kunde drinnen registrieren will.

(Bild: heise online/Borchers)

Unterdessen hat United Internet zur IFA seine De-Mail-Tarife für GMX und Web.de vorgestellt. Danach gibt es bei den beiden Webmailern keine Einrichtungsgebühren, monatliche Grundgebühren oder Gebühren für den Identifikationsdienst. Der De-Mail-Vertrag wird ohne Laufzeiten abgeschlossen. Wie bei der Telekom zahlt der Privatkunde für eine einfache De-Mail mit maximal 10 MByte Volumen 39 Cent Porto, wobei pro Monat 5 kostenlose De-Mails verschickt werden dürfen. Ein Einschreiben kostet zusätzlich 78 Cent. Das Webmail-Postfach ist auf 1000 MByte Speicherplatz beschränkt. Kunden können sich ab sofort bei den Anbietern registrieren.

Jetzt ist es an den Behörden und Unternehmen, De-Mail mit Leben zu füllen. Zum Auftakt vermeldete die Targobank den Start ihres entgeltfreien De-Mail-Services und veröffentlichte ihre zentrale Postanschrift service@targobank.de-mail.de. In der Startphase will die Bank ihren Kunden folgende Dienstleistungen über De-Mail anbieten: Anschriften ändern, Konten und Depots eröffnen und schließen, Einschreiben versenden, Freistellungsaufträge anpassen, Kreditkartenlimits erhöhen oder Kredite stunden, Bonuspunkte einer Kreditkarte einlösen, Nachlassfälle bearbeiten, Kontoauszüge, Wertpapier- oder Kreditkartenabrechnungen versenden.

Welche weiteren Teilnehmer den Postdienst bemühen können und zumindest Pilotprojekte für die Einführung der De-Mail durchgeführt haben, lässt sich einer Übersicht (PDF-Datei) des beim Bundesinnenministerium angesiedelten Kompetenzzentrum De-Mail entnehmen. (Detlef Borchers) / (vbr)

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