Menü
IFA Update

HDMI 2.0 mit erweiterter 4K-Unterstützung

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 32 Beiträge

Die HDMI Forum Inc. hat in Berlin heute die Spezifikation 2.0 seiner digitalen Audio/Video-Schnittstelle High Definition Multimedia Interface (HDMI) veröffentlicht. Diese soll künftig Videobilder mit der vierfachen Full-HD-Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln mit einer Bildwiederholrate von 50 (Europa) beziehungsweise 60 Hertz (Nordamerika) von einem Zuspieler (eventuell über einen A/V-Receiver) zum Display übertragen können.

In der aktuellen Fassung 1.4(a) liegt die Obergrenze für diese 4K-Auflösung bei 30 Bildern. Damit wird es künftig auch möglich sein, Ultra-HDTV-Übertragungen etwa von Sportveranstaltungen zu realisieren. Weiterhin unterstützt die neue HDMI-Fassung die Übertragung von bis zu 32 Audiokanälen. Damit das alles klappt, wird der maximale Datendurchsatz der Schnittstelle von 10,2 auf 18 GBit/s erhöht.

Nach Angaben des HDMI Forum ist die neue Version abwärtskompatibel, für HDMI 2.0 seien zudem weder neue Kabel noch andere Stecker notwendig. Die aktuell erhältlichen Audio/Video-Receiver, die 4K-Signalweitergabe beziehungsweise -Upscaling bieten, werden den neuen Standard aber nicht unterstützen. Hier ist bei 4K mit 24 beziehungsweise 30 Bildern pro Sekunde Schluss, was für Kinofilme allerdings auch reicht.

Die Lizenzvergabe läuft weiterhin über HDMI Licensing, die ansonsten etwas in den Hintergrund getreten ist. Details zur neuen Spezifikation sollen am Freitag auf der IFA bekanntgegeben werden. Dann sollte sich auch klären lassen, ob HDMI 2.0 den Kopierschutz HDCP in einer neuen Version integriert, da die bisher genutzte Version 1.1 überwunden wurde. Sehr wahrscheinlich ist, dass HDMI 2.0 für die Übermittlung von 4K-Inhalten HDCP 2.2 vorsehen wird. Diesen soll bereits Sonys in den USA erhältlicher "4K Ultra HD Media Player" nutzen, der sich lediglich an ausgewählten Sony-Fernsehern betreiben lässt. (nij)

Anzeige
Anzeige