HF-Spezialist Macom schluckt Applied Micro und stößt ARM-Server ab

Macom zahlt rund 770 Millionen US-Dollar für APM, interessiert sich aber vor allem für die Interconnect-Sparten und will das Geschäft mit Serverprozessoren weiterverkaufen.

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(Bild: APM, Macom)

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Das Unternehmen Macom aus Massachusetts übernimmt den kalifornischen Chip-Entwickler Applied Micro (APM). Die Übernahme soll rund 770 Millionen US-Dollar kosten. Macom offeriert den APM-Akionären pro Aktie 3,25 US-Dollar in bar sowie je 0,1089 einer Macom-Aktie und somit insgesamt einen Wert von 8,36 US-Dollar pro APM-Aktie.

Macom ist vor allem an den "Connectivity"-Produkten von APM interessiert und nennt insbesondere die OTN-Framer-SoCs (APM PQx) sowie die PAM4-Plattform für 100-GBit/s-Ethernet. Die von APM in den letzten Jahren aufgebaute "Compute"-Sparte für Server-SoCs mit ARM-Rechenwerken (X-Gene) will Macom hingegen rasch weiterverkaufen.

Laut Macom betrug der kombinierte Umsatz von Macom und APM in den vergangenen 12 Monaten etwa 704 Millionen US-Dollar, wovon auf das Server-SoC-Geschäft rund 65 Millionen US-Dollar Umsatz entfielen. APM erzielte in den letzten fünf Geschäftsjahren zwischen 160 und 231 Millionen US-Dollar Umsatz, erwirtschaftete daraus aber stets operative Verluste in Höhe von 10,5 bis 134 Millionen US-Dollar.

Außer Cavium (ThunderX) ist APM (X-Gene) derzeit der einzige Hersteller, dessen ARMv8-SoCs in Servern aus der Serienfertigung zu haben sind. HPE setzt den X-Gene im ProLiant Moonshot ein sowie im Storage-System StoreVirtual 3200. (ciw)