HP-Laserdrucker Neverstop: Tonerbefüllung per Spritze

Ein Laserdrucker ohne Kartuschen, dessen Tonerbehälter man günstig auffüllen kann? Genau das hat HP nun vorgestellt.

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(Bild: HP)

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Tintentankdrucker sind zwar teurer als Geräte mit Tintenpatronen, die Tintenkosten betragen aber nur ein Zehntel der Patronengeräte – mindestens. HP hat nun Schwarzweiß-Laserdrucker vorgestellt, deren fest eingebauten Tonerbehälter man einfach und günstig nachfüllen kann: die Neverstop-Laser-Serie.

Tonerpulver nachzufüllen ist jedoch nicht so einfach wie Tinte aus einer Flasche nachzugießen. Nachfülltoner für die Neverstop-Drucker kommt daher in einem Behälter mit Kolben. Wie bei einem Bajonettverschluss verbindet man das Nachfüllkit mit dem Einfüllstutzen des Druckers und drückt den Kolben wie bei einer Spritze herunter.

Das Toner-Nachfüll-Kit wird durch Drehung fest mit der Einfüllöffnung des Neverstop-Laserdruckers verbunden. Durch Herunterdrücken des Kolbens landet der Toner im eingebauten Behälter.

(Bild: HP)

Der Behälter der Neverstop-Drucker fasst Toner für 5000 Normseiten, ein Fenster an der Front hilft beim Kontrollieren des Tonervorrats. Sinkt der Tonerstand unter die Halb-Voll-Marke, kann man per Nachfüll-Kit auffüllen, das Toner für 2500 Seiten enthält.

Bislang hat HP für die Kits nur US-Dollar-Preise bekannt gegeben: Danach soll ein Nachfüll-Kit 16 Dollar, ein Set aus zwei Kits (5000 Seiten) 30 US-Dollar kosten. Selbst wenn die Preise wie üblich eins zu eins auf den Euro übertragen werden, lägen die Tonerkosten bei 0,6 Cent pro Normseite – für kleine Schreibtisch-Laserdrucker ein Rekord.

Für den deutschen Markt sind bisher drei Neverstop-Modelle geplant: ein Drucker und zwei Multifunktionsgeräte. Alle drei haben das gleiche Druckwerk, das 20 Seiten pro Minute schaffen soll, sowie eine Papierkassette für 150 Blatt Normalpapier. Automatisch beidseitig drucken die Modelle nicht. Alle werden mit einer Tonerfüllung für 5000 Seiten geliefert. Die empfohlenen Druckmengen betragen 250 bis 2500 Seiten im Monat.

Der Drucker HP Neverstop Laser 1001nw – nw steht vermutlich, abgesehen vom obligatorischen USB-Port, für eine Ethernet-Schnittstelle und WLAN – soll 279 Euro kosten. Die beiden Multifunktionsgeräte heißen Neverstop Laser 1201n (309 Euro) und 1202 nw (329 Euro). Beide haben einen Flachbettscanner mit der für Bürogeräte üblichen maximalen optischen Auflösung von 600 dpi, aber keinen Vorlageneinzug; auch Fax fehlt. Auf die Netzwerk-Drucker kann man von iOS-Geräten via AirPrint und von Android aus per Mopria-Plug-in drucken. Ab Mai will HP alle drei Geräte in den Handel bringen.

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Die Preise für die Refill-Kits (HP 143A) liegen mit 18,49 Euro über den US-Dollar-Preisen; das Zweier-Kit (HP 143AD) für 5000 Seiten kostet 32,49 Euro. Damit liegt der Tonerpreis pro Normseite bei 0,65 Cent (zum Vergleich: bei Schwarzweiß-Tintentankdruckern beträgt der Tintenpreis je Normseite 0,23 Cent). Hinzu kommt die Fototrommel als Verbrauchsmaterial mit einer Laufzeit von 20.000 Seiten. Sie soll inklusive Toner für 5000 Seiten 84,99 Euro kosten.

[/Update] (rop)