Menü

HP-Notebooks mit neuen AMD-Prozessoren

Offiziell will AMD die "Bristol Ridge"-Prozessoren für Laptops mit DDR4-Hauptspeicher erst in der kommenden Woche vorstellen, Acer und HP preschen aber schon vor.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 71 Beiträge
HP Pavilion 15z mit Bristol Ridge

HP Pavilion 15z mit Bristol-Ridge-APUs von AMD

(Bild: HP)

In den USA ist das HP-Notebook Pavilion-15Z mit "Bristol Ridge"-Prozessoren von AMD schon bestellbar, bevor diese Chips offiziell vorgestellt wurden. Und eigentlich hatte AMD angekündigt, dass die Neulinge im HP Envy x360 debütieren sollten. Doch nun stellt HP jedenfalls die drei CPU-Typen A12-9700P (Quad-Core, 2,5/3,4 GHz), A10-9600P (Quad, 2,4/3,3 GHz) und A9-9410 (Dual, 2,9/3,5 GHz) beim Pavilion-15Z zur Auswahl.

Auch Acer hat schon einen von AMDs Neuen im Einsatz: Auf der australischen Webseite gibt es das 15-Zoll-Notebook Aspire E5-523G mit A9-9410. Acer stellt ihm den Mobil-Grafikchip Radeon R5 M430 zur Seite.

Bei den "Bristol Ridge"-Typen handelt es sich um die siebte Generation von AMD-Kombiprozessoren (Accelerated Processing Units/APUs). Bis auf den Speicher-Controller für DDR4-SDRAM sind sie wohl relativ eng mit dem 2015 eingeführten Carrizo verwandt, den es beispielsweise als FX-8800P gibt. Hier kommen weiterhin 28-Nanometer-Fertigungstechnik und die Excavator-Version der Bulldozer-Mikroarchitektur zum Einsatz.

In der Datenbank des Benchmarks Geekbench 3 sind einige der AMD-Neulinge mit der Bezeichnung "Model 21 Model 112 Stepping 0" zu finden, darunter auch ein AMD E2-9010 und ein A6-9210. Nach Gerüchten handelt es sich dabei um Varianten von Bristol Ridge namens Stoney Ridge, die nur einen einzigen Speicherkanal ansteuern. Damit ersetzen Sie gemäß der verschlankten AMD-Roadmap möglicherweise die Carrizo-L-Typen.

Der Unterschied zwischen einem und zwei Speicherkanälen spielt in der Praxis nur eine geringe Rolle, weil viele Notebook-Hersteller bei billigeren Geräten bloß einen Kanal nutzen. Darunter leidet die Performance der integrierten GPU deutlich. Anscheinend packen die Entwickler in den teureren Produktvarianten jedoch lieber einen separaten Grafikchip mit eigenem RAM dazu, statt ein aufwendigeres Mainboard für zwei Speicherkanäle zu verwenden. (ciw)