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HP behält sein PC-Geschäft

Hewlett-Packard baut auch künftig Computer. Der US-Konzern hat seine Pläne fallenlassen, die PC-Sparte abzuspalten oder gar zu verkaufen. "HP steht zur Personal Systems Group", sagte die neue Konzernchefin Meg Whitman am Donnerstag. "Zusammen sind wir stärker."

Die Prüfung, die ursprünglich länger dauern sollte, sei "klar" zugunsten der Beibehaltung des Geschäfts ausgefallen, sagte Whitman. Nach der Überzeugung des Managements ist das PC-Geschäft zu eng mit allen anderen Sparten verzahnt, als dass eine Trennung möglich wäre. "Es hat sich am Ende auch gezeigt, dass die Kosten für den Aufbau eines eigenständigen Unternehmens jegliche Vorteile einer Abspaltung zunichte gemacht hätten."

Der aus Deutschland stammende ehemalige Konzernchef Léo Apotheker hatte die PC-Sparte im August zur Disposition gestellt. Er wollte das Unternehmen stärker auf lukrativere Geschäftsbereiche wie Software und Dienstleistungen ausrichten. Die Ankündigung hatte den Aktienkurs in die Tiefe gerissen und kostete Apotheker letztlich den Job.

Nachbörslich legte die Aktie um einen Prozent zu. Die Aktionäre waren erleichtert, dass alle Unsicherheiten nun beseitigt sind. Die Befürchtung war, dass Kunden wegen des Schlingerkurses abspringen könnten. Das erwies sich jedoch nach Angaben des Marktforschers Gartner als unbegründet: Hewlett-Packard konnte seinen Marktanteil im dritten Quartal sogar noch ausbauen auf 17,7 Prozent – das ist weit vor Lenovo mit 13,5 Prozent und Dell mit 11,6 Prozent.

Whitman war Mitte September als HP-Chefin angetreten und hatte von Beginn an angedeutet, dass sie das Geschäft behalten wolle. Vor allem Firmenkunden wollen sicher sein, dass sie beim Computerkauf auch noch in Jahren zuverlässige Wartung bekommen. Das PC-Geschäft ist die größte Sparte im Konzern mit einem Umsatz von 29,5 Milliarden Dollar in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres – das ist fast ein Drittel des Gesamtumsatzes von 95,1 Milliarden Dollar. (dpa) / (anw)

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