HP bringt Gaming-PC-Reihe auf Kurs

HP möchte außer seiner Pavilion-PC-Baureihe (Heimrechner) bald auch performante Rechner für PC-Spieler anbieten. Zudem kommen neue Workstations und Profi-Bürocomputer.

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Von
  • Daniel Appel

Wie bereits im April angekündigt, möchte HP eine Rechner-Serie für Spieler etablieren. Damit reagiert der Computerhersteller auf die XPS-Reihe seines ärgsten Konkurrenten Dell.

Ab 1. Oktober soll nun der erste Spross dieser HP-Serie verfügbar sein. Getauft hat HP ihn Blackbird 002 (zu deutsch: Amsel 002) und sich damit offensichtlich von Plänen abgewandt, die neue Baureihe nach dem aufgekauften PC-Hersteller Voodoo zu benennen. Lediglich der Schriftzug "Vodoo DNA" auf einem Bauteil im Inneren des Rechners erinnert noch an die Gaming-Wurzeln.

Der Blackbird kommt serienmäßig mit Aluminium-Gehäuse, einem 1100-Watt-Netzteil und einer Wasserkühlung von Asetek daher. Darüber hinaus gibt er sich beim Innenleben vielfältig: Ob ein Intel- oder AMD-Prozessor im konfigurierbaren System arbeitet und welche Grafikkarte(n) ihm zur Seite stehen, entscheidet der Kunde. Genauso wird dem Käufer auch Entscheidungsfreiheit beim Ausbau des Arbeitsspeichers, der Größe der Festplatten und der mitgelieferten Softwareausstattung gewährt. HP garantiert außerdem, jeden Blackbird in der Produktionsstätte in Calgary (Alberta) von Hand zu fertigen.

Wasserkühler von Asetek

Bereits ab 15. September möchte HP eine limitierte Vorabversion des Rechners verkaufen, die neben einer festen Hardware-Konfiguration auch speziell gestaltete Seitenabdeckungen und besondere Dreingaben in Form von Spielevollversionen sowie anderen Gimmicks beinhalten soll. Trotz Wasserkühlung empfiehlt HP keine Übertaktungsexperimente mit dem Blackbird und gewährt für eventuell auftretende Schäden bei übertakteten Systemen keine Gewährleistung. Je nach Ausstattung soll der Preis für einen Blackbird zwischen 2500 und 7100 US-Dollar liegen.

Außer der schwarzen Gamer-Amsel kündigt HP auch zwei neue Single-Socket-Workstations sowie eine neue Generation von Business-Desktop-Rechnern mit Intels aktuellem Q35- (vPro2-)Chipsatz an. Der HP Compaq dc7800 soll – wie schon die Vorgänger-Generationen – in drei Gehäusebauformen zu haben sein, nämlich als Ultra-Slim Desktop PC mit lediglich 3,7 Litern Gehäusevolumen, als Small-Form-Factor-(SFF-)PC (11,4 Liter) sowie als Minitower (36 Liter). Alle drei Gehäuse sind mit 80-Plus-Netzteilen bestückt (135/240/365 Watt), und die Rechner sollen auch sonst die Energy-Star-4.0-Richtlinien erfüllen. Bei den Prozessoren offeriert HP Intels aktuelle Core-Palette, vom Celeron über Pentium Dual-Core und Core 2 Duo bis hin zu Core 2 Quad (Letzteren nicht im Ultra-Slim-Desktop-PC).

In der Workstation xw4550 sitzt ein AMD-Prozessor (Opteron-1000-Baureihe) auf einem Mainboard mit dem AMD-690G-Chipsatz; anstelle der internen Chipsatzgrafik kann man optional Karten mit GPUs aus den Profibaureihen von AMD/ATI (Fire GL) oder Nvidia (Quadro) ordern.

Das ist bei der xw4600 genauso, die aber für Core-2-Duo- beziehungsweise Core-2-Quad-Prozessoren von Intel bis hin zum Core 2 Extreme ausgelegt ist. Als Chipsatz soll hier der von Intel noch nicht offiziell angekündigte X38 zum Einsatz kommen, allerdings in Verbindung mit DDR2-SDRAM als Hauptspeicher (der X38 könnte auch DDR3-Speicher ansteuern). Auch die kräftigeren Netzteile der Workstations (300 beziehungsweise 475 Watt) entsprechen den 80-Plus-Vorgaben. (Daniel Appel) / (ciw)