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HP führt Kleinkrieg mit Oracle fort

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Die Stimmung zwischen den beiden Technologiekonzernen Hewlett-Packard und Oracle wird immer frostiger. Aus dem verbalen Schlagabtausch der vergangenen Monate drohen handfeste Gerichtsverfahren zu werden. HP hat Oracle in einem Brief ultimativ aufgefordert, mit seiner Software weiterhin die Itanium-Prozessoren zu unterstützen. Diese Chips sind das Herz vieler großer Firmenrechner von HP; der Konzern versprach seinen Kunden noch im März dieses Jahres, die Entwicklung und Modernisierung seiner Integrity Server mit Itanium-CPUs über die nächsten zehn Jahre hinaus fortzuführen.

Es gebe rechtlich bindende Vereinbarungen, die Oracle gegenüber HP und den betroffenen 140.000 Kunden eingegangen sei, erklärte HP. "Wir glauben, dass dies der gesetzwidrige Versuch ist, Kunden von der HP-Itanium-Plattform auf Oracles eigene Plattform zu drängen." Oracle hatte den Großrechner-Spezialisten Sun übernommen und versucht seitdem, den Firmenkunden seine Software samt der passenden Hardware zu verkaufen.

Oracle hatte Mitte März erklärt, die Unterstützung für Intels Server-Chip Itanium auslaufen zu lassen. Das war der bisherige Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen den beiden Konzernen. Die beiden einst guten Partner hatten sich über den unrühmlichen Abgang des damaligen HP-Chefs Mark Hurd zerstritten. Hurd ist ein Freund von Oracle-Chef Larry Ellison, der ihn flugs ins eigene Unternehmen holte, und immer wieder gegen HP schoss. (jk)