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HP integriert 3D-Gestensteuerung ins Notebook

Winken statt wischen: Als erster Notebook-Hersteller hat HP eine 3D-Gestensteuerung in eines seiner Seriengeräte integriert. Zum Einsatz kommt dabei die bereits als USB-Sensor erhältliche Technik von Leap Motion. Das Notebook hört auf den sperrigen Namen HP Envy 17 Leap Motion SE und entspricht ansonsten dem bereits erhältlichen Modell ohne Sensor.

Dank Leap Motion bringt das Fuchteln vor dem Notebook auch was.

(Bild: HP)

Ganz neu ist die Idee der Gestensteuerung auch in Seriengeräten nicht. So hat Toshiba etwa schon 2008 eine solche Erkennung in einige Laptops eingebaut. Die arbeitete allerdings über die integrierte Kamera. Der Leap-Motion-Sensor erkennt dagegen nicht nur simple Wisch und Handbewegungen, sondern erfasst auch die Lage von Hand und Fingern im Raum. Dazu scannt er den Bereich direkt über dem Sensor – je näher die Finger an diesem dran sind, desto genauer ist auch die Erfassung.

Entsprechend angepasste Spiele und Anwendungen können zum Beispiel erfassen ob die Hand gedreht wird oder näher an den Bildschirm geführt wird. Objekte sollen sich so etwas indirekt greifen und in der Anwendung bewegen lassen. Mit wenigen Zentimetern Abstand lässt sich mit eine Finger auch präzise schreiben oder zeichnen. Die Apps für MacOS und Windows sind über einen eigene Appstore namens Airspace erhältlich, der jedoch noch recht knapp bestückt ist. Zudem erwies sich der kleine Erfassungsbereich in unserem Test in c't 19/13 als hinderlich für eine präzise Steuerung.

Gegenüber der Variante zum Nachrüsten will Leap Motion die Höhe des Sensor um die Hälfte auf 3,5 Millimeter geschrumpft haben, damit die Steuerung überhaupt direkt ins Notebook passt. Zum Vergleich: Das Gehäuse der USB-Variante ist noch rund 13 Millimeter dick. Später soll sie auch in Smartphones eingebaut werden können. Laut Leap Motion plant HP den Sensor auch in weitere Produkte zu integrieren, ohne jedoch Details zu nennen.

Ab Oktober soll das HP Envy 17 Leap Motion SE in den USA für 1050 US-Dollar erhältlich sein. Zu Preisen und Verfügbarkeit in Deutschland gibt es bisher keine Informationen. Der Sensor zum Nachrüsten kostet mit Versand aus den USA etwa 90 Euro.

Update 19:05 Uhr: Angaben zur Dicke überarbeitet. (asp)

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