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HP und der Tinten-Krieg: "HP verstößt zu keinem Zeitpunkt gegen geltendes Recht"

Nachdem dem Druckerhersteller in einem Kommentar auf heise online Selbstjustiz per Firmware-Update vorgeworfen wurde, meldete sich der Pressesprecher in der Redaktion.

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Der Druckerhersteller Hewlett-Packard reagiert verschnupft auf einen redaktionellen Kommentar auf heise online vom vergangenen Freitag. Darin wurde das Vorgehen des Konzerns im Zusammenhang mit einem Firmware-Update verschiedener Tintendruckermodelle, das den Einsatz von Fremd-Tintenpatronen verhinderte, als "Selbstjustiz" bezeichnet, die möglicherweise sogar "kriminell" sein könnte.

Der HP-Pressesprecher Heiko Witzke widerspricht dem in einer E-Mail an die Redaktion ausdrücklich und möchte dazu folgendes festgestellt wissen:

"HP verstößt zu keinem Zeitpunkt gegen geltendes Recht in den Ländern, in denen wir als Unternehmen aktiv sind. Mit dem aktuellen Firmware-Update schützen wir die Innovationen von HP und unser geistiges Eigentum. Alle Kunden, die dieses Firmware Update erhalten haben, haben entweder zum Zeitpunkt der Installation des Gerätes oder zu einem späteren Zeitpunkt der Installation von Firmware-Updates zugestimmt."

Das Firmware-Update sorgt dafür, dass bestimmte Tintenpatronen von Drittanbietern nicht mehr erkannt werden. Die Kunden bleiben auf dem bereits bezahlten Verbrauchsmaterial sitzen. In dem Kommentar wurde bezweifelt, dass dieses Vorgehen von der von HP bei der Treiberinstallation eingeholten Einwilligung rechtlich gedeckt ist. Fragen von heise online nach den konkreten Umständen und Formulierungen der Einwilligungen hat der Konzern bis jetzt unbeantwortet gelassen. (tig)