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HP will Tablets mit WebOS statt Windows bauen

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Die Videos vom Courier sahen so vielversprechend aus: Ein Tablet PC mit zwei Displays, die sich elegant mit geschickt programmierten Anwendungen nutzen ließen. Die Demo auf der CES im Januar war dann schon viel ernüchternder, denn Microsofts Steve Ballmer zeigte einen weniger aufregenden Slate von HP mit nur einem Display – und auch davon so gut wie nichts. Und nun das Aus: HP und Microsoft ließen verkünden, dass Courier nur ein Demoprojekt gewesen wäre und nicht weiter verfolgt würde.

Microsoft-Sprecher Frank Shaw gibt im Firmen-Blog bekannt, dass viele der Ideen von Courier in zukünftige Produkte einfließen würden, gegenüber dem Techblog Gizmodo ergänzte er, dass momentan nicht geplant sei, Courier weiterzuverfolgen.

HP hat laut dem Blog TechCrunch sogar die Entwicklung aller Slates (also Tablet PCs ohne Tastatur) mit Windows 7 eingestellt, weil die Intel-Hardware zu stromhungrig sei und Windows 7 nicht das optimale Betriebssystem. Das wäre einen Tag nach HPs Ankündigung, Palm zu kaufen, natürlich ein klares Bekenntnis, wohin die Entwicklung gehen soll: WebOS soll nicht nur auf Smartphones laufen und vielleicht HPs iPAQ-Geräten zu einem Comeback verhelfen, sondern auch zu einem Betriebssystem für Tablet PCs weiterentwickelt werden – die dann mit ARM-Prozessoren laufen dürften.

Ähnlich äußerte sich auch Acer-Chef JT Wang in einem Interview mit der taiwanischen Digitimes: Der Kaufpreis von 1,2 Milliarden US-Dollar wäre viel zu hoch für eine Investition ausschließlich in Smartphones. Er erwarte daher MIDs oder Tablets (oder wie auch immer man diese Gerätekategorie nennen mag) von seinem Konkurrenten. (jow)

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