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HP zieht mit Software für webbasierte Dienste nach

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Microsoft hat es mit seiner .NET-Strategie deutlich gemacht: Der Integration von herkömmlichen Anwendungen und den Möglichkeiten des Internet kommt nach Ansicht der Großen der Branche eine stetig wachsende Bedeutung zu. Nun zog auch Hewlett-Packard nach. In San Francisco stellte das Unternehmen sein jüngstes Kind im Bereich Internet-Service-Software vor.

Mit dem Produkt HP Netaction will sich das kalifornische Unternehmen im heiß umkämpften Zukunftsmarkt positionieren. Netaction soll es dem Kunden ermöglichen, herkömmliche Anwendungen wie Textverarbeitung oder Terminmanagementsoftware in webbasierte Dienste umzuwandeln. Die modifizierten Anwendungen sind dann von jedem beliebigen PC oder PDA über einen gewöhnlichen Browser zugänglich. Im Gegensatz zu Microsofts .NET und Suns ONE, die laut HP eher "monolithische Einzellösungen" darstellen, soll das auf HPs OpenView aufbauende Netaction offen konzipiert sein. Mit Netaction sollen User sowohl .Net- als auch Java-Anwendungen nutzen können.

Hewlett-Packard, vor zwei Jahren eine der ersten Firmen, die webbasierte "e-services" zum Gegenstand einer Werbekampagne machte, war in letzter Zeit gegenüber den Konkurrenten ins Hintertreffen geraten. Ein Grossteil der hinter Netaction stehenden Techniken stammt aus der kürzlichen Übernahme von Bluestone. Das in Philadelphia ansässige Unternehmen, das heute unter dem Namen HP Bluestone firmiert, hat sich schon seit 1995 mit Softwarelösungen im Bereich E-Business beschäftigt. (sha)