HPE kauft Hyperkonvergenz-Spezialisten SimpliVity

Im derzeit schrumpfenden Server-Markt sind hyperkonvergente Systeme einer der wenigen Lichtblicke, weshalb HP Enterprise die junge Firma SimpliVity übernimmt.

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Simplivity-Server

(Bild: Simplivity)

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Die 2009 gegründete Firma SimpliVity gehört wie Nutanix zu den Pionieren bei der Hyper-Converged Infrastructure (HCI), die Rechenleistung und Massenspeicher für große Zahlen virtueller Maschinen vereinen. HP Enterprise (HPE) lässt sich die Übernahme von SimpliVity nun rund 650 Millionen US-Dollar kosten.

Bei den hyperkonvergenten Systemen zeigte der ansonsten schrumpfende Server-Markt in den vergangenen Jahren mit das stärkste Wachstum. Im dritten Quartal 2016 schätzte IDC Dell EMC als HCI-Marktführer ein, mit rund 671 Millionen US-Dollar Umsatz weit vor Cisco/NetApp (310 Millionen) und HPE (248 Millionen). Andere Hersteller spielen bei diesen hoch integrierten, zertifizierten und vergleichsweise einfach zu administrierenden Systemen nur Nebenrollen (insgesamt 128 Millionen US-Dollar).

Hyperkonvergente Server dienen beispielsweise als Hardware- und Hypervisor-Plattform für große Mengen virtueller (Windows-)Desktops, also für die Virtual Desktop Infrastructure (VDI). Zusammen mit der Hardware werden dabei üblicherweise auch relativ teure Lizenzen für Management- und Storage-Software sowie Wartungsverträge verkauft.

SimpliVity hat bislang auch mit den HPE-Konkurrenten Dell EMC, Cisco, Huawei und Lenovo kooperiert. (ciw)