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HTC streicht knapp ein Viertel der Stellen

Keine guten Aussichten bei HTC: Nach einem Einnahmerückgang von mehr als 55 Prozent sollen etwa 1500 Jobs in Taiwan gestrichen werden.

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HTC - Logo

(Bild: dpa, Andrej Sokolow)

Der taiwanische Smartphone-Hersteller HTC plant bis Ende September die Entlassung von rund 1500 Mitarbeitern, die in der Produktion in Taiwan beschäftigt sind. Das entspricht etwa 22 Prozent der 6450 Mitarbeiter weltweit, berichtet der Nachrichtendienst Reuters unter Berufung auf Firmenangaben. HTC verspricht sich demnach von den Entlassungen, eine Optimierung der Fertigung und die Möglichkeit, künftig Ressourcen effektiver und flexibler einsetzen zu können.

Bei HTC läuft es bereits seit mehreren Jahren nicht richtig rund: Immer wieder mussten Stellen abgebaut werden, weil der Hersteller seine Android-Smartphones nicht mehr in ausreichenden Stückzahlen verkaufen konnte und gegenüber den direkten Konkurrenten Samsung und Huawei ins Hintertreffen geriet.

Bereits 2017 hatte HTC einen Teil seiner Smartphone-Entwicklung mit etwa 2000 Mitarbeitern für 1,1 Milliarden US-Dollar an Google verkauft, das seine Pixel-Smartphones weiterentwickeln und in eigener Regie herstellen will und damit ebenfalls zu HTC in Konkurrenz steht. HTC produziert seitdem weiterhin Android-Smartphones wie das jüngst neu herausgebrachte High-End-Smartphone HTC U12+, ansonsten konzentriert sich das taiwanische Unternehmen auf Android-Smartphones der Mittelklasse.

Das scheint nach Angaben von Reuters allerdings nicht besonders gut zu klappen, denn die Auswirkungen des Verkaufs an Google machten sich jüngst auf der Einnahmenseite negativ bemerkbar: Im April musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr 2017 einen Umsatzrückgang von 55,5 Prozent und im Vergleich zum März einen Verkaufsrückgang von 46,7 Prozent hinnehmen. (olb)