HTC und Sprint entfernen Diagnosesoftware von Carrier IQ

HTC will die Carrier-IQ-Software von allen beim US-Provider Sprint vertriebenen Geräten entfernen, den Anfang macht das Evo 3D.

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Von
  • Jörg Wirtgen

Der Smartphone-Hersteller HTC hat bestätigt, für die beim US-Mobilfunkprovider Sprint angebotenen Geräte Updates herauszubringen, die die umstrittene Diagnosesoftware von Carrier IQ nicht mehr enthält, berichtet das Techblog The Verge. Zuvor war aufgefallen , dass das aktuelle Update für die Sprint-Version des HTC Evo 3D die fraglichen Module nicht mehr enthält.

Auf der Sprint-Version des Evo 3D war die Carrier-IQ-Software installiert.

Carrier IQ stellt eine Diagnosesoftware her, die Mobilfunkprovidern bei der Optimierung ihres Netzes helfen soll. Sie speichert dazu verschiedene Daten des Handys, darunter Position, Verbindungsqualität zu Mobilfunkmasten und Telefonnummern von ein- und ausgehenden Anrufen. Diese Datei soll nur dem Provider zugänglich sein. Auf einem HTC Evo 3D war jedoch eine Logdatei mit weit ausführlicheren Daten gefunden worden, darunter SMS-Texte. Carrier IQ führt diese übermäßige Datensammelwut auf einen Fehler bei HTC zurück, musste später aber auch einen Fehler in den eigenen Modulen zugeben.

Bisher ist kein Fall bekannt, dass die von Carrier IQ gesammelten Daten anders als durch den Provider genutzt wurden oder dass Provider die Daten weitergeben. Auf in Deutschland vertriebenen Smartphones ist Carrier IQ nur bei Apple im Einsatz gewesen, auf anderen Smartphones (von Samsung und Huawei ) gab es nur funktionsunfähige Teile der Software. Damit ist der Carrier-IQ-Fall vermutlich glimpflich verlaufen, doch er hat eine Diskussion um mehr Transparenz für den Anwender bei der Datenübertragung ihrer Smartphones entfacht. (jow)