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HTC will dank China die Wende zum Besseren schaffen

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Der unter anhaltendem Umsatzschwund leidende taiwanische Smartphone-Hersteller HTC baut seine Präsenz in der Volksrepublik China aus, um an dem dort erwarteten anhaltenden Boom im Endgerätegeschäft teilzuhaben. Dafür stockt HTC seine Entwicklungsabteilung in China von 500 auf 600 Mitarbeiter auf und will die Zahl der Verkaufsstellen mit HTC-Branding von derzeit 2700 auf 3500 im kommenden Jahr erhöhen, fasst das Wall Street Journal (WSJ) entsprechende Ankündigungen des Leiters von Chinageschäfts von HTC, Ray Yam, zusammen.

Yam, der vor zwei Jahren vom südkoreanischen Elektroriesen LG zu HTC kam, geht davon aus, dass sich der Absatz von Smartphones im Reich der Mitte von in diesem Jahr erwarteten 150 Millionen bis 170 Millionen Stück im Jahr 2015 auf 300 Millionen Einheiten in etwa verdoppeln wird. Zugleich räumt Yam ein, bei den Aufwendungen im Marketing nicht mit Samsung mithalten zu können; der Android-Primus habe in China rund 6000 Points of Sale.

Der frühere Auftragsfertiger HTC konnte im vergangenen Jahr ein beeindruckendes Wachstum vorweisen, das vor allem aus Europa und Nordamerika gespeist wurde. Dem Höhenflug folgten sinkende Umsätze, und HTC droht im harten Smartphone-Wettbewerb den Anschluss zu verlieren.

Während in den USA und Europa kein Ende der Dominanz von Apple und Samsung bei den hochpreisigen und zugleich margenstarken Spitzen-Smartphones in Sicht ist, erscheint China als neue Chance für Anbieter in der Grüße von HTC. Dem WSJ zufolge hat HTC bereits ein Telefon entwickelt, das mit dem neuesten Mobilfunkstandard von Marktführer China Mobile kompatibel ist, während diesen momentan kein iPhone beherrscht.

In China dominierte Samsung laut Bericht den Smartphone-Markt im ersten Quartal 2012 mit einem Marktanteil von knapp 25 Prozent – gefolgt von Huawei mit gut 12 Prozent, während HTC auf gerade 2,6 Prozent kam. HTC-Manager Yam zufolge konnte das Unternehmen im zweiten Quartal seinen Marktanteil aber bereits auf 6 Prozent ausbauen. Allerdings müssten sich die Taiwaner außer der Konkurrenz zu den internationalen Smartphone-Größen Apple und Samsung in China auf harten Wettbewerb mit einheimischen Größen wie Huawei, ZTE und auch Lenovo einstellen, zitiert das WSJ eine Analystin von IDC. (ssu)