Hacker-Angriff auf US-Einzelhändler dauerte monatelang

Bei dem US-Nobelwarenhaus Neiman Marcus wurden Kundendaten über Monate hinweg abgegriffen. Das Unternehmen hatte das Sicherheitsleck erst vor wenigen Tagen eingestanden. Betroffen waren wohl weniger als eine Million Kunden.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 6 Beiträge
Von

Hacker haben bei der amerikanischen Nobelwarenhaus-Kette Neiman Marcus laut einem Zeitungsbericht möglicherweise monatelang unbemerkt Kundendaten abgegriffen. Das erste Eindringen von Unbefugten in die Systeme sei bis Juli zurückverfolgt worden, erklärte Neiman Marcus der New York Times zufolge in einer vertraulichen Telefonkonferenz mit Kreditkartenfirmen. Der Einzelhändler habe die Banken erstmals zu Weihnachten informiert, dass Kreditkarten-Informationen entwendet worden seien. Endgültig gestoppt sei die Attacke wohl erst am vergangenen Wochenende.

Der Einzelhändler wird demnach nun in den USA dafür kritisiert, dass er erst nach Ende der Weihnachtszeit an die Öffentlichkeit gegangen ist. Das Unternehmen bestritt jedoch, gewartet zu haben, bis die einträgliche Einkaufszeit vorüber gegangen war.

Neiman Marcus teilte bisher nicht mit, welche Informationen und im welchen Umfang von den Hackern gestohlen worden seien. Laut Medienberichten ist das Ausmaß aber deutlich geringer als bei der großen Supermarkt-Kette Target. Dort wurden nach aktuellem Stand rund 40 Millionen Kreditkarten-Datensätze sowie persönliche Informationen von 70 Millionen Kunden abgeschöpft. (mho)