Hacker kapern Facebooks Twitter- und Instagram-Accounts

Die Hackergruppe OurMine hat die offiziellen Twitter- und Instagram-Accounts von Facebook gekapert.

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(Bild: TY Lim/Shutterstock.com)

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"Selbst Facebook kann man hacken, aber immerhin ist ihre Sicherheit besser als die von Twitter", hieß es an diesem Freitag plötzlich in einem Tweet des offiziellen Facebook-Kontos auf Twitter. Kurz darauf folgte die Erklärung, ebenfalls in dem Netzwerk: "Einige unserer Konten sind gehackt worden." Die Zugänge habe man wieder sichern und herstellen können.

Hinter der Übernahme steckte eine Hackergruppe, die sich OurMine nennt. Sie ist bekannt für derartige Angriffe und möchte damit die Aufmerksamkeit auf das Thema Sicherheit lenken. In dem Tweet wirbt die Gruppe auch für ihre Arbeit – wer seine Sicherheit checken lassen wolle, könne sich über die angegebene E-Mail-Adresse an sie wenden. Auf dem Instagram-Account von Facebook postete OurMine mehrfach das eigene Logo. Sowohl der Tweet als auch die Logo-Bilder wurden gelöscht. Einige Menschen hatten zuvor aber bereits Screenshots gemacht.

Der Angriff ging von einer Drittanbieter-Plattform aus, das schreibt Twitter in einem Beitrag, in dem sie den Vorfall bestätigen. Konkreter wird der Weg beziehungsweise der Dienst nicht genannt.

OurMine hatte erst im Januar die Social-Media-Accounts von 15 NFL-Teams gehackt. Fotos und Beiträge wurden zum Teil gelöscht, stattdessen erschienen dubiose Mitteilungen. Die Hacker hatten auch hier ihre Arbeit angeboten – und das sogar schon im Vorfeld. Laut BBC wollte OurMine die Sicherheit der Liga prüfen und verbessern, da dieser Dienst jedoch nicht gewünscht wurde, folgte der Angriff. Danach ließ man verlauten, nun eng mit der NFL zusammen zu arbeiten.

Über den offiziellen Twitter-Account von Sony verbreitete OurMine bereits vor zwei Jahren die falsche Nachricht über den Tod von Britney Spears. In der Zwischenzeit sind einige Prominente und Unternehmen Opfer der Hacker geworden, darunter auch HBO, der Google-Chef Sundar Pichai und Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (emw)