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Hacker manipulieren Websites von ARD und FDP-Shop

Heiße Luft vom FDP-Chef und eine Eule, die bei der ARD von einem Reissack erschlagen wird: Hacker haben mehrere Websites gekapert und kurzzeitig verunstaltet. So erschien am Dienstag im Online-Laden www.fdp-shop.de das Bild eines Handtrockners mit dem Text: "Rede von Guido Westerwelle? hier drücken". Ein Logo weist darauf hin, dass die Urheber beim Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) in Berlin weilen. Die Hacker nahmen zahlreiche andere Websites ins Visier – einen Überblick bietet ein öffentlich einsehbares Wiki .

Diese "Eul-Meldung" zierte am 27.12. die Website DasErste.de.

Wer das Online-Portal "DasErste.de" angegriffen hat, ist dagegen unbekannt. Hacker veröffentlichten dort Montagabend eine Nonsens-Meldung über den Tod einer Eule im Kölner Dom. "Wir hatten keine Bekennerschreiben, es gibt keine Spuren irgendwohin", sagte die stellvertretende Redaktionsleiterin des Online-Portals, Susanne Solau, am Dienstag in München. Techniker seien die ganze Nacht damit beschäftigt gewesen, die Sicherheitslücke zu schließen und herauszufinden, wer auf welchem Wege die Meldung ins Netz gestellt hatte. "Wenn es Profis waren, und davon gehen wir aus, ist es sehr schwierig, sie zu finden", sagte Solau. Solche Angriffe seien aber selten. Die Sicherheitsvorkehrungen würden nun verschärft.

Die manipulierte Seite des FDP-Shops war schnell wieder offline. Betrieben wird der Laden nicht von der Partei, sondern von der Firma GMK-Werbemittel in Bremen. Mitinhaber Jörg von Groeling-Müller bezeichnete den Hack als "geschäftsschädigend", eine Anzeige behalte man sich vor. Ob Kundendaten kopiert worden seien, könne er derzeit nicht sagen, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. (dpa) / (bo)

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