Menü

Halbleitertechnik treibt Wachstum von Carl Zeiss

Der Optikkonzern Carl Zeiss steigert seinen Umsatz mit der Zukunftstechnologie EUV-Lithographie, die eine Herstellung von immer kleineren, effizienten und schnelleren elektronischen Schaltkreisen ermöglicht. In Asien ist die Nachfrage besonders hoch.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 16 Beiträge
Carl Zeiss bezeichnet die EUV-Technik zur Halbleiterproduktion als die Zukunft für den Unternehmensbereich Halbleitertechnik. Dafür wird für EUV-Licht mit einer Wellenlänge von 13,5 Nanometern genutzt.

Immer kleinere und schnellere Halbleiter beflügeln die Geschäfte des Optikkonzerns Carl Zeiss. Dafür wird extrem kurzwellige ultravioletten Strahlung genutzt.

(Bild: Carl Zeiss)

Zukunftstechnologien wie immer kleinere und schnellere Halbleiter beflügeln die Geschäfte des Optikkonzerns Carl Zeiss. Der Umsatz in diesem Bereich sei im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/2018 (bis zum 31. März) um 35 Prozent gestiegen. Umsatztreiber sei vor allem die Zukunftstechnologie EUV-Lithographie, wie der Konzern am Freitag an seinem Hauptsitz in Oberkochen (Ostalbkreis) bekanntgab.

Die Technik ermöglicht die Herstellung immer kleinerer, effizienterer und schnellerer elektronischer Schaltkreise, die für die Digitalisierung unerlässlich sind. Mit Hilfe der extrem kurzwelligen ultravioletten Strahlung (EUV) kann die Dichte, mit der elektronische Bauelemente auf einen Computerchip gepackt werden können, immer weiter erhöht werden. An seinem Gründungsort in Jena beschäftigt der Zeiss-Konzern in mehreren Tochterfirmen rund 2.000 Mitarbeiter.

Wachstumsimpulse aus Asien

Der Gesamtumsatz der Gruppe stieg in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017/2018 (bis zum 31. März) um 9 Prozent auf fast 2,8 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag im Berichtszeitraum mit 380 Millionen Euro geringfügig unter dem Vorjahresniveau (384 Mio). Dieses Ergebnis sei trotz erheblicher negativer Währungseffekte erreicht worden, hieß es.

Starke Wachstumsimpulse kämen weiterhin besonders aus Asien, erklärte Konzernchef Michael Kaschke. Nachdem im Vorjahr beim Umsatz erstmals die Fünf-Milliarden-Marke überschritten wurde, könne 2017/18 "zum neunten Rekordjahr in Folge" werden.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 8 Prozent, allein in Deutschland entstanden fast 800 neue Stellen. Weltweit beschäftigt Zeiss nun rund 28.300 Mitarbeiter. Der Konzern erwirtschaftet rund 90 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. (bme)

Anzeige
Anzeige