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Halbzeitbilanz: CeBIT will geplagter Branche neue Impulse geben

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Trotz Flaute auf den neuen Märkten erfüllt die weltgrößte Computermesse CeBIT zur Halbzeit voll die Erwartungen der Branche. Die CeBIT "behauptet ihre Stellung als Impulsgeber für die Branche und widerspricht dem aktuellen Stimmungstief an den Börsen", sagte Hubert-H. Lange, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, am heutigen Sonntag in Hannover zur Halbzeitbilanz.

Mehr als 350.000 Gäste kamen nach Veranstalterangaben an den ersten drei Messetagen auf das Messegelände. Der Branchenverband BITKOM sprach von einem "ausgezeichneten Messeauftakt". BITKOM-Vizepräsident Gerhard Jörg sagte, einer Kurzumfrage unter den CeBIT-Ausstellern zufolge seien diese sehr zufrieden. "Insbesondere die hohe Besucherzahl und die sehr gute Qualität der Kontakte lassen einen insgesamt erfolgreichen Messeverlauf erwarten."

Lange meinte, die Aussteller, die in diesem Jahr die wirtschaftliche Situation ihrer Branche zu Messebeginn weniger positiv einschätzten als im Jahr zuvor, erhofften sich von der CeBIT 2001 einen Stimmungsumschwung an den Kapitalmärkten. Nach Veranstalterangaben erreichte das CeBIT-Internetangebot neue Rekordzahlen. "Bis einschließlich Messe-Samstag wurden über 32 Millionen Page Impressions gezählt – drei Mal so viel wie im Jahr zuvor", sagte Lage. Surfer aus 159 Ländern hätten bislang die CeBIT-Homepage besucht.

"Mehr denn je nutzen die ausstellenden Unternehmen die CeBIT auch zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter", sagte Lange. Rund 160 Firmen seien vertreten, die Berufsein- und -umsteiger über die aktuellen Stellenangebote informierten. Darunter seien Personalagenturen, Jobbörsen, Verlage und andere Unternehmen. Laut BITKOM stehen im Mittelpunkt des Interesses auf der diesjährigen CeBIT Anwendungen rund um das Thema Mobile Business, Lösungen für den elektronischen Geschäftsverkehr sowie das Thema Sicherheit.

Vor einem Jahr verbuchte die CeBIT nach den ersten drei Tagen 320.000 Besucher, insgesamt kamen etwa 750.000. Im Vorfeld der diesjährigen Messe gab es wegen der wackeligen Branchenlage ungewohnt viele Absagen von Ausstellern, die durch Wartelisten jedoch wieder aufgefüllt wurden. (dpa) / (jk)