Auftakt ohne DHL: "Hamburg Box" erleichtert Paketzustellung

Pakete auf dem Heimweg im Hamburger S- oder U-Bahnhof abholen, verspricht die "Hamburg Box". DHL fehlt dabei aber.

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(Bild: hamburgbox.de)

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Hamburger Bürger können ab jetzt eine neue Abholmöglichkeit für bestellte Pakete nutzen. Bei der Eröffnung der "Hamburg Box" hat Hochbahn-Chef Henrik Falk den Logistiker DHL zum Mitmachen aufgefordert. An dem Pilot-Projekt sind bisher neben der Deutschen Bahn das Technologie-Start-up Parcellock, die Paketdienste DPD und Hermes sowie die Hamburger Hochbahn beteiligt.

"Dem Klima ist es egal, wie das Business-Modell dahinter aussieht", sagte Falk am Montag in Hamburg. Daher wende er sich an DHL, dem "White-Label-Projekt" beizutreten. Mit diesem Begriff werden Leistungen unterschiedlicher Anbieter bezeichnet, deren eigene Marken wie bei der "Hamburg Box" in den Hintergrund treten.

Wer sich ein Paket schicken lassen will, kann sich die Ware in Hamburg seit Montag an 15 Bahnhöfe versenden lassen, sechs weitere sollen noch hinzukommen, darunter auch Wedel bei Hamburg. Lieferungen von DPD und Hermes sollen ohne Aufpreis an die Boxen kommen. Ein Jahr lang wollen die Projektbeteiligten testen, wie der Service angenommen wird, und dann über eine Ausweitung auf andere Städte befinden.

Abholer registrieren sich bei Parcellock und erhalten via App (Android und iOS) Zugang zur Box mit ihrem Paket. Alternativ sind auch "Gastbestellungen" ohne Registrierung möglich. Nutzer wählen dann bei ihrer Online-Bestellung die teilnehmenden Paketdienste aus und geben die Lieferadresse der jeweiligen "Hamburg Box" an. Die Box lässt sich dann via Zugangscode öffnen, der im Rahmen der Bestellung mitgeteilt wird. Auch Retouren seien über die Boxen möglich, aber nur für angemeldete Nutzer. (Mit Material der dpa) / (axk)