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Hamburg plant 100-Millionen-Fonds für Startups

100 Millionen Euro soll der Fonds umfassen, mit dem Hamburg die heimische Startup-Szene fördern will. Der Großteil des Geldes soll aber von privaten Investoren kommen.

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(Bild: dpa, Emily Wabitsch)

Der rot-grüne Senat in Hamburg plant, einen 100 Millionen Euro schweren Fonds für die Finanzierung von Startups einzurichten. Der Stadtstaat selber wolle 10 Millionen in den Topf des "Hamburger Innovationswachstumsfonds" zahlen, die restlichen 90 Millionen sollen dann von privaten Investoren kommen, berichtet die Welt. Was die Förderung junger Firmen angehe, habe Hamburg Nachholbedarf, zitiert die Zeitung den SPD-Abgeordneten Joachim Seeler.

Das Projekt solle auch dann umgesetzt werden, wenn weniger Mittel zusammenkommen. Insbesondere die in Hamburg ansässigen Finanzinvestoren, die ihr Geld eher in traditionelle Anlageformen steckten, sollen so zum Investment in kreative Jungunternehmer angeregt werden. Ein Anlageausschuss aus Investoren und Vertretern der Stadt solle über die Verwendung der Mittel entscheiden. 2017 solle das Projekt unter dem Dach der Hamburgischen Investitions- und Förderbank laufen, bis 2020 wolle so man Hamburg als führende Innovationsregion etablieren.

Im Vergleich zu den Summen, die in die Berliner Gründer-Szene fließen, nimmt sich das Vorhaben in Hamburg recht bescheiden aus. Die deutsche Hauptstadt konkurriert eher mit London um den Ruf als Europas Startup-Hauptstadt. Laut einer Studie aus dem vergangenen Jahr konnten Berliner Startups 2014 insgesamt 2,2 Milliarden US-Dollar an Risikokapital einsammeln, Londoner Gründer hingegen 1,5 Milliarden US-Dollar. Vor allem das Essens-Bestellportal Delivery Hero trieb die Summe in Berlin hoch. (axk)