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Hamburgs Datenschutzbeauftragter rät zu Verzicht auf WhatsApp

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar rät davon ab, den von Facebook übernommenen Messenger-Dienst WhatsApp zu verwenden. Er empfiehlt, stattdessen auf alternative Anbieter umzusteigen, die die Nutzerdaten besser schützen.

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Johannes Caspar

Johannes Caspar legt sich mit Facebook an – nicht zum ersten Mal.

(Bild: Lukas Schulze / dpa)

Da Facebook seinen deutschen Sitz in Hamburg hat, ist der Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar in der Hansestadt bundesweit für das Unternehmen zuständig. Nun hat er die rund 35 Millionen WhatsApp-Nutzer in Deutschland zu einem Verzicht auf den Chat-Dienst aufgerufen. "Alle Nutzer von WhatsApp sollten ernsthaft prüfen, künftig eher eine der vielen alternativen Messenger-Dienste von Anbietern zu nutzen, die einen datenschutzfreundlicheren Umgang mit Informationen ihrer Kunden praktizieren", sagte Caspar dem Hamburger Abendblatt.

Vor zwei Jahren hatte Facebook WhatsApp übernommen. Im August 2016 erfolgte dann die Ankündigung, dass WhatsApp künftig die Telefonnummern der Nutzer an Facebook weitergeben werde. Außerdem sollen mit der Konzernmutter Informationen darüber geteilt werden, wie häufig der Chat-Dienst genutzt wird.

Caspar hatte dem Unternehmen Ende September mit einer Anordnung untersagt, Daten deutscher WhatsApp-Nutzer zu erheben und zu speichern. Zudem müsse Facebook bereits von WhatsApp übermittelte Daten löschen. Das Unternehmen hat Widerspruch eingelegt und ist vor Gericht gezogen, um die Anordnung nicht umsetzen zu müssen. (lmd)

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