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Handy-Besitz: Je gebildeter, desto Smartphone

Der prototypische Smartphone-Nutzer ist jung, gebildet und wohlhabend, zeigt eine aktuelle Studie. Aber die älteren Generationen holen auf.

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Smartphones

(Bild: dpa, Christin Klose)

Die Nutzung von Smartphones ist weltweit unter gebildeten, wohlhabenden Menschen am weitesten verbreitet. Das geht aus einer aktuellen Studie des Pew Research Centers hervor. Auch das Alter ist ein wichtiger Faktor: In hochentwickelten Ländern haben fast alle Menschen unter 35 Jahren ein Handy, auch in aufstrebenden Nationen haben junge Menschen die Nase bei der Handy-Nutzung vorn.

Die Alterslücke schließt sich aber, schreibt das Pew Research Center. Das liegt einerseits daran, dass die Smartphone-Nutzung unter jungen Menschen seit Jahren auf sehr hohem Niveau stagniert. Ältere Menschen freunden sich derweil zunehmend mit Smartphones an: In den USA haben laut Pew-Forschungszentrum mittlerweile 67 Prozent aller Menschen über 50 Jahre ein Smartphone, 2015 waren es 53 Prozent. In Deutschland änderte sich die Nutzungswahrscheinlichkeit in der gleichen Altersgruppe sogar von 40 auf 64 Prozent.

Unter den 27 untersuchten Nationen befindet sich Deutschland auf Rang 8, was die prozentuale Smartphone-Nutzung angeht. Insgesamt 78 Prozent der Deutschen haben ein Smartphone, weitere 16 Prozent ein klassisches Handy ohne Internet-Funktion. Die übrigen 6 Prozent kommen ohne Mobiltelefon aus.Spitzenreiter ist Südkorea, der Heimatmarkt des Smartphone-Marktführers Samsung: Hier haben 100 Prozent der Befragten ein Handy – 95 Prozent davon ein Smartphone. Es folgen Israel, die Niederlande und Schweden.

Auf dem letzten Platz der untersuchten Länder landet Indien: Nur 24 Prozent der Befragten geben an, ein Smartphone zu besitzen – das sind 15 Prozent weniger als in Nigeria, dem Vorletzten. 35 Prozent der Inder haben gar kein Mobiltelefon.

Während Alter, Bildung und Einkommen in einem klaren Zusammenhang mit dem Smartphone-Besitz stehen – Aussagen zur Kausalität trifft die Pew-Studie nicht – spielt das Geschlecht kaum eine Rolle. In den meisten Märkten haben Frauen und Männer zu ähnlichen Anteilen Smartphones, schreibt das Pew Research Center. Die Gender Gap sei schon seit Jahren geringfügig und stabil. Für die Studie wurden 30.000 Personen in 27 Ländern zwischen Mai und August 2018 befragt.

Während weltweit immer mehr Menschen Mobiltelefone besitzen, schrumpft der Smartphone-Markt derzeit weiter. Laut vorläufigen Zahlen der Marktforscher von IDC haben die Hersteller im Schlussquartal 2018 rund 375 Millionen Smartphones und damit knapp 5 Prozent weniger Geräte ausgeliefert als im Jahr zuvor. (dahe)