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Handy-Schutz ferngesteuert

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Chipspezialist Xilinx will rekonfigurierbare Logikbausteine zur Diebstahlsicherung in Handys vermarkten. Der Eigentümer eines gestohlenen Handys, das damit ausgestattet ist, könnte seinen Telefondienst-Anbieter anweisen, die Telefon-Hardware über einen Steuerungsanruf etwa so umzukonfigurieren, dass sie nicht mehr auf Tasteneingaben reagiert. Anders als bei einer netzweiten Sperrung der IMEI-Seriennummer wäre das entwendete Gerät dann weder mit einer neuen SIM-Karte noch durch Wechsel in ein anderes Funknetz zu benutzen. Und es ließe sich, so es wieder auftaucht, mit den gleichen Mitteln auch wieder reaktivieren.

Xilinx hatte die Chipfamilie CoolRunner mit der so genannten IRL (Internet reconfigurable logic) ursprünglich entwickelt, um Telefonfirmen die Wartung von Netzwerkknoten über das Telefonnetz zu ermöglichen. Eineinhalb Jahre nach Markteinführung der Produktreihe hat der Hersteller jetzt eine Chipvariante mit vermindertem Platz- und Energiebedarf herausgebracht, die sich auch zum Einbau in Handys eignen soll. Offenbar verhandelt Xilinx bereits mit Nokia und Ericson über den Einsatz des CoolRunner-II in zukünftigen Handys. Eine diesbezügliche Übereinkunft dürfte auch Netzbetreiber interessieren, bietet sie doch die Chance, etwa gesponserte Handys mit einer Art Dongle auszustatten. (hps) / (Dr. Hans-Peter Schüler) / (gr)

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