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Handy-Videos im Profi-Look

Mit Smartphones gedrehte Videos erreichen eine hohe technische Qualität, die auch von 4K-Aufnahmen profitieren. Doch ein scharfes Bild allein ist nicht alles: c't erklärt, wie Sie mit Tricks und dem richtigen Zubehör sehenswerte Filme hinbekommen.

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Handy-Videos im Profi-Look

Smartphones können inzwischen mehr als verwackelte Katzen- oder Hochzeitsvideos aufzunehmen. Zumindest die Top-Modelle bieten 4K-Videos, Stabilisatoren und gute Mikrofone. Lernt man dann noch ein paar gute Tipps und ergänzt sie (zumindest manchmal) um Stativ, Gimbal, Licht, Rig und Mikrofon, kann man sehenswerte Filme drehen – es muss ja nicht gleich ein ganzer Spielfilm wie Unsane - Ausgeliefert von Steven Soderbergh sein.

Mit dem Smartphone dreht es sich vor allem flexibel: Einfach aus der Hand, stabilisiert mit einem Gimbal oder wie hier aufgemotzt mit Rig für Mikrofon, Leuchte und Zusatzobjektiv.

Im Praxistext haben wir High-End-Smartphones speziell beim Videodreh verglichen sowie exemplarisch je eines aus der Mittelklasse und der Einsteigerklasse. Das Einstiegsmodell, ein Nokia 3 für unter 150 Euro, dreht Videos nur in HD-Qualität, was auf großen Fernsehern wenig beeindruckt. Die anderen beherrschen Full HD mit 60 Hz und eignen sich damit mindestens für erste Experimente.

Überrascht hat uns, dass 4K-Videos trotz der Mini-Linsen einen Vorteil brachten: Sie zeigten feinere Strukturen und mehr Details, vor allem das Huawei P20 Pro profitierte. Ob man später den ganzen Film als 4K schneidet und exportiert, ist natürlich ein andere Frage; sie hängt auch vom Speicherplatz und von der Leistungsfähigkeit des Schnitt-PCs ab.

Auch die Tele-Kameras des Apple iPhone X, Huawei P20 Pro und Samsung Galaxy S9+ schlugen sich gut, sie erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten. Sogar das Zoomen während einer Aufnahme kann zu brauchbaren Ergebnissen führen.

Im Schwerpunkt in c't 10/2018 dreht es sich nicht nur um Neukauf, sondern vor allem um Praxistipps und Zubehörempfehlungen für Smartphone-Besitzer. Der zweite Beitrag zeigt, wie Sie die Smartphones besser einstellen, ihre Schwächen ausgleichen und spezielle gestalterische Regeln fürs Handy-Filmen berücksichtigen. Es geht um Videoformate, Bildaufbau und Gestaltung, aber auch um Tipps zur Erzählstruktur.

Der dritte Beitrag widmet sich dem Zubehör fürs FIlmen mit dem Smartphone: Wie kriege ich das Handy auf ein Stativ? Was taugen die einfachen Handgriffe und die Gimbals mit elektronischer Stabilisierung? Damit Filme auch ohne gleißende Sonne am Strand gelingen: Wie bekomme ich mehr Licht? Und wie bewähren sich die Rigs mit Plastikrahmen, um das ganze Zubehör zu befestigen?

Weil zum Bild auch Ton gehört, liefert der vierte Beitrag Tipps, wie Sie den Ton erlebnisreich hinbekommen. Sie erfahren unter anderem, was von den eingebauten Mikrofonen zu erwarten ist und wann Sie besser ein externes nutzen – und welche für die verschiedenen Einsatzzwecke empfehlenswert sind. Ein gutes Bluetooth-Mikro haben wir zwar nicht gefunden, aber Lösungen für die Klinkenbuchse und auch für USB- und Lightning-Anschlüsse an Telefonen ohne Klinkenbuchse.

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(uk)