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Handy steuert Stereoanlage via Bluetooth

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Für die Entwicklung eines Fernsteuersystems unter der Verwendung der Kurzstrecken-Funktechnik Bluetooth haben fünf Karlsruher Informatikstudenten bei der Endausscheidung des internationalen Entwickler-Wettbewerbs der IEEE Computer Society den zweiten Preis erhalten. Bluetooth-fähige Smartphones und Organizer sollen als universelle Fernbedienung für verschiedene Geräte wie Videorecorder, Stereoanlagen, Türen oder Getränkeautomaten dienen. In Reichweite befindliche Geräte melden sich danach am Handy oder PDA an und übertragen, wenn sie ausgewählt werden, ihre Benutzeroberfläche an das Fernsteuergerät. Über einen erweiterten Browser bedient der Benutzer dann das gewählte Endgerät. Auf die gleiche Weise lassen sich auch Bedienungsanleitungen und Statusinformationen senden. Um auch ältere Geräte fernsteuern zu können, entwickelten die Studenten einen Umsetzer von Bluetooth nach Infrarot.

Die prämierte Lösung der Karlsruher Gruppe zum diesjährigen Wettbewerbsthema "Entwicklung einer Bluetooth-Anwendung" bestand hauptsächlich in der Entwicklung eines an HTTP angelehnten Peer-to-Peer-Protokolls für Applikationen (ISO/OSI Schicht 7). Das BTRC-Protokoll (BlueTooth Remote Control) kann damit beliebige Transportprotokolle wie TCP/IP nutzen, sodass prinzipiell auch eine Fernbedienung per Internet denkbar ist. Um fremden Benutzer den Zugriff zu erschweren, soll es einen Sicherheitscode geben.

Die internationale Jury lobte die Arbeit als "überzeugend und praxisnah". Vom Preisgeld (18.000 US-Dollar) gehen 8000 US-Dollar an das Institut für Rechnerentwurf und Fehlertoleranz der Universität Karlsruhe, 10.000 US-Dollar bleiben bei den Studenten. Selbst Intel zeigte sich beeindruckt und sprach eine Einladung an den Firmensitz in Kalifornien aus. (rop)