Handyfrei auf dem Spielplatz: Rituale können Eltern helfen

Ständig macht es "Pling": Auch beim Spielen oder Kinderwagenschieben ist das Handy omnipräsent. So einfach ändern lässt sich das nicht.

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(Bild: Ruslan Galiullin/Shutterstock)

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Erstmal Bobo Siebenschläfer vorlesen, dann schnell Mails checken. In der Sandkiste buddeln, dabei schnell ein Foto posten. Das Handy ist im Alltag mit Kindern allgegenwärtig. Was die permanente Präsenz des Smartphones schon mit kleinen Babys macht, soll nun eine Studie der Züricher Hochschule zeigen.

Erste Ergebnisse sind wenig überraschend, aber besorgniserregend: Starren Mutter und Vater permanent ins Handy, fehlt Kindern der Blickkontakt und die Lebendigkeit der Mimik. Das kann sich negativ auf die Entwicklung und die Bindungsfähigkeit der Kinder auswirken. Was also tun?

Thomas Feibel ist Buchautor und beschäftigt sich mit dem Aufwachsen in der digitalen Welt. Er plädiert im Gespräch mit dem dpa-Themendienst dafür, Eltern keine Vorwürfe zu machen.

"Am Anfang steht vielleicht, sich selbst gegenüber zuzugeben: 'Ja, es ist richtig schwer, das Ding wegzulegen.'" Das Handy sei nüchtern betrachtet eben ein tolles Gerät, das Handbuch des modernen Menschen. Das macht es so schwer, nur draufzuschauen, wenn das Kind schläft.

Feibels Ratschlag ist daher, sich gewisse Rituale anzugewöhnen. Das können zum Beispiel sein: kein Handy beim Essen, im Schlafzimmer, beim Nachhausekommen, beim Filmschauen. Was gut mit Kindern funktioniere, sei das Handy symbolisch schlafen zu legen – es also in eine Kiste außer Sichtweite zu packen. "Das stärkt auch die Vorbildfunktion der Eltern."

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Auch auf dem Spielplatz kann das Handy mal in der Tasche bleiben. Es ist vielleicht nicht unbedingt spannend, dem Nachwuchs beim dritten Mal Runterrutschen zuzugucken. Aber lieber 45 Minuten auf den Spielplatz gehen ohne Handy, als 3 Stunden mit, so Feibel. (axk)