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Handynutzer simsen im Schnitt einmal täglich

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SMS-Versand seit 1999 (Quelle: Bitkom)

Deutsche Handybesitzer haben im vergangenen Jahr rund 22,4 Milliarden Kurznachrichten über ihr Mobiltelefon verschickt. Im Durchschnitt versendet jeder Einwohner 280 Textnachrichten im Jahr, 1999 waren es noch 44. Dieser von der Bundesnetzagentur ermittelte neue Rekordwert soll nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom im laufenden Jahr auf 23 Milliarden SMS erneut gesteigert werden. Im Durchschnitt versende jeder Handy-Nutzer (rund 80 Prozent der Bevölkerung) rund 350 Textnachrichten – nahezu täglich eine SMS.

Die Technik wurde als Nebenprodukt für freie Kapazitäten im Netz entwickelt und diente als Übertragungsweg für Servicenachrichten, die den Kunden zum Beispiel über einen neuen Anruf auf der Mailbox informierten. Die erste SMS weltweit wurde dem Bitkom zufolge im Dezember 1992 im Vodafone-Netz in England verschickt; ab etwa 1994 unterstützten alle Mobiltelefone den Versand und den Empfang der Kurznachrichten. Der zunächst meistens kostenlose Dienst entwickelte sich bei den Kunden zum populären Mittel, Nachrichten lautlos und jederzeit zu übermitteln.

Für die Netzbetreiber ist die SMS mittlerweile eine Cash-Cow: Sie nimmt kaum Kapazitäten in Anspruch, benötigt keine Investitionen und bringt den Anbietern Millionen in die Kassen. Dass sich die Erfolgsgeschichte nicht beliebig wiederholen lässt, zeigt das Schicksal des teureren Multimedia-Nachfolgers MMS, der nie die Popularität der reinen Textnachricht erreicht hat. Die SMS wird sich nach Bitkom-Erwartungen noch weiter hoher Beliebtheit erfreuen. Zwar würden Datendienste und damit die E-Mail oder andere Messaging-Formate mittlerweile günstiger und holten beim Umsatz auf, doch sei die SMS fest etabliert. (vbr)

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