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Handyzulieferer Balda weitet Verluste aus

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Der angeschlagene Handyzulieferer Balda ist im vergangenen Jahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht, will aber 2009 ein ausgeglichenes Ergebnis vorlegen. Trotz einer Umsatzsteigerung um 11 Prozent von 214 Millionen Euro im Vorjahr auf 238 Millionen Euro weitete sich der Verlust von 2,8 Millionen auf nunmehr 14,2 Millionen Euro aus. Das Unternehmen macht dafür hohe Abschreibungen verantwortlich. Der vor knapp einem Jahr angekündigte Verkauf der Medizintechnik-Sparte könnte derweil platzen: Ein Käufer ist laut Vorstandschef Dirk Eichelberger noch immer nicht gefunden.

Balda hatte Anfang Februar vorläufige Zahlen bekannt gegeben und einen erneuten Verlust in Aussicht gestellt. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage sei eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr schwierig, hieß es am heutigen Mittwoch bei Vorlage des Jahresergebnisses. Nach dem Verkauf von Anteilen am chinesischen Touchscreen-Hersteller TPK werde der Umsatz entsprechend niedriger ausfallen. Trotz unsicherer Lage rechne Balda mindestens mit einem ausgeglichenen Ergebnis.

Zum Jahreswechsel hatte der Vorstandschef Joachim Gut seinen Hut bei Balda genommen. Hintergrund war neben der Neuausrichtung des Unternehmens auch der Beschluss des Aufsichtsrats, den Vorstand zu verkleinern. (vbr)