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Hannover: Explosion von E-Bike-Akku löst Parkhausbrand aus

Per Drehleiter rettet die Feuerwehr einen Autofahrer von einem der vollkommen verrauchten Parkdecks. Auslöser des heftigen Feuers in Hannover war ein explodiertes Elektrofahrrad-Akku. Schon öfter verursachten defekte E-Bike-Akkus folgenschwere Brände.

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Hannover: Explosion von E-Bike-Akku löst Parkhausbrand aus

(Bild: dpa)

Die Explosion eines Elektrofahrrad-Akkus hat in Hannover einen Parkhausbrand mit einer halben Million Euro Schaden ausgelöst. Der heftige Brand, bei dem niemand verletzt wurde, brach am Dienstag in einem E-Bike-Geschäft im Erdgeschoss des Parkhauses aus, teilte die Polizei mit. Per Drehleiter rettete die Feuerwehr einen akut gefährdeten Autofahrer von einem der vollkommen verrauchten Parkdecks. Die Ladeneinrichtung wurde vollkommen zerstört.

"Alle verfügbaren Einsatzkräfte eilten zum Brandort", sagte der Sprecher der Berufsfeuerwehr, Martin Trang. Rettungstrupps suchten die vier Parkdecks nach weiteren gefährdeten Menschen ab – ohne fündig zu werden. Dichte Rauschschwaden zogen durch die Innenstadt, und die Polizei musste Schaulustige zurückdrängen.

Eine große schwarze Rauchsäule stieg nach Ausbruch des Feuers über dem Parkhaus im Zentrum Hannovers auf, die automatische Rauchmeldeanlage sowie mehrere Anrufer alarmierten die Einsatzkräfte. Diese rückten mit über 70 Mann und 30 Fahrzeugen an.

Wie die Inhaber des E-Bike-Ladens der Polizei sagten, habe es plötzlich einen lauten Knall gegeben, und an mehreren Stellen sei gleichzeitig Feuer im Laden ausgebrochen. Rasend schnell hätten die Flammen sich ausgebreitet. Schließlich hatte die Feuerwehr den Brand nach gut einer Stunde unter Kontrolle.

Den durch die Zerstörung des Fahrradladens sowie durch Flammen und Hitze am Gebäude entstandenen Schaden schätzte die Polizei vorläufig auf 500 000 Euro. Die Parkdecks wurden zwischenzeitlich von der Feuerwehr wieder zur Benutzung freigegeben.

Schon öfter sorgten in Brand geratene E-Bikes für Unglücke. Im August fing der Akku eines Rades in Bad Bevensen (Niedersachsen) Feuer. 2013 starb im selben Ort ein Hotelgast, weil ein überhitzter E-Bike-Akku das Gebäude in Brand gesetzt hatte. In Weil am Rhein (Baden-Württemberg) setzte im vergangenen April ein defekter Akku ein Mehrfamilienhaus in Brand. Nach Angaben des Bewohners hatte der Hersteller den Vorgänger des Akkus bereits austauschen lassen, weil er sich selbst entzünden könnte.

Auch von so genannten "Hoverboards" sind Explosionen bekannt:

Sehen Sie zum Thema Akkus auch die #heiseshow vom 26. Januar:

(mho)

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