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Hannover Messe: Schindler verbindet Aufzüge mit dem Internet of Things

Der Fahrstuhl- und Rolltreppenhersteller vernetzt seine Produkte, um sie smart zu machen – mit Machine Intelligence aus der Cloud, Big-Data-Analysen und Apps für die Anwender.

Hannover Messe: Schindler verbindet Aufzüge mit dem Internet of Things

Schindler hat mit "Schindler Ahead" eine digitale Plattform für seine Fahrtreppen und Aufzüge vorgestellt, die diese zu intelligenten Maschinen aufwerten soll. Das Unternehmen hat bei der Entwicklung mit dem Mobiltechnikspezialisten Huawei und GE Digital zusammengearbeitet. Am Stand von GE Digital auf der Hannover Messe sind einige Nutzungsszenarien ausgestellt (Halle 12, D 50).

Ein Beamer macht Aufzugtüren zu Werbeflächen.

Huawei hat in der Partnerschaft eine "smarte Box" beigesteuert, die die Sensordaten der Fahrstühlen und Rolltreppen sammelt, vorfiltert und in die Cloud sendet sowie als Gateway für zurückgespielte Inhalte dient. GE Digital steuert ein Cloud-System bei, das auf dem Server dank Big-Data-Analysen auf historischen Daten zum Beispiel Unregelmäßigkeiten erkennen können und rechtzeitig einen Reparateur informieren soll – idealerweise schon, bevor etwa ein Fahrstuhl ausfällt. Durch Over-the-air-Updates soll Schindler Ahead immer aktuell gehalten und mit neuen Funktionen versorgt werden.

Profitieren sollen von den neuen Produkten Aufzugbetreiber und Fahrgäste gleichermaßen. Gebäudemanager und Hausmeister etwa sollen in Echtzeit den Status aller Aufzüge und Rolltreppen sehen können. Die vorhersehende Instandhaltung der smarten Maschinen soll Ausfallzeiten minimieren. Davon profitieren auch die Fahrgäste, die sich zudem auch per App, SMS oder Mail über Ausfallzeiten informieren lassen können.

Ein besseres "Fahrstuhl-Erlebnis" sollen den Fahrgästen auch interaktive und personalisierte News- und Entertainment-Angebote verschaffen. In Deutschland verfügbar beispielsweise ist bereits Ahead Blackboard, eine Art schwarzes Brett für die Nachbarschaft. Werbung soll zudem die Wartezeit auf die Lifte verkürzen helfen. Schindler rüstet dazu seine Aufzüge mit Projektoren aus, die Inhalte auf die Türen projizieren. Auch für Rolltreppen hat Schindler eine Werbeoption parat, den sogenannten Ad-Spot. Dabei wird die Seitenverkleidung zur Werbefläche, die über ein Web-basiertes Content Management System mit Inhalten beschickt wird. (jo)

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