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Hannover Messe: Teamfähiger Transportroboter Torsten

Der Transportroboter Torsten vom Hersteller Torwegge findet sich allein in seiner Umgebung zurecht, weicht Hindernissen aus und kann mit Artgenossen kooperieren. Dabei befördert er Lasten von mehr als einer Tonne mit maximal 9 km/h.

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Der Transporter ist in der kleineren von zwei verfügbaren Varianten weniger als einen Viertelmeter hoch, sodass er unter aufgebockte Lasten fahren und diese mit ausfahrbaren Hubstempeln vom Boden abheben kann. Interaktiv ferngesteuert per WLAN oder programmiert über eine Liste anzufahrender Ziele bewegt sich Torsten vorwärts, rückwärts oder seitwärts. Mit Abstandssensoren an allen vier Ecken erkennt er frühzeitig, wenn er einem festen oder beweglichen Hindernis ausweichen muss. Was man mit dem Gerät alles erreichen kann, erklärt Torwegges Geschäftsführer Uwe Schildheuer im Video.

Das mit dem quelloffenen Robot Operation System ROS betriebene Gerät empfängt Kommandos, mit denen man bei gebräuchlichen Industrierobotern Bewegungsabläufe mit sechs Freiheitsgraden definiert. Torsten selbst kennt nur drei Freiheitsgrade (Vorwärts/Rückwärts, Rechts/Links, Rechtsdrehung/Linksdrehung), kann aber passend ausgestattete Bewegungsroboter unterfahren, aufladen und zu mobilen Maschinen machen. Dann kann man diese Roboter mit den verbleibenden drei Freiheitsgraden der Kommandosyntax mit demselben Datenstrom steuern wie den fahrbaren Untersatz.

Auch wenn das auf der Messe nicht zu besichtigen war, soll Torsten Transportaufträge, die er auf seiner Agenda gespeichert hat, per WLAN an andere, momentan nicht ausgelastete Torsten-Roboter übergeben können.

Das Computermagazin c't widmet sich in der aktuellen Ausgabe (09/17) in mehreren Artikeln dem Thema "Vernetzte Industrie" und der Hannover Messe 2017

(hps)