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Hartz IV-Software: Stabile Erfassung, fragiler Druck

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Nach Auskunft der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich mit dem Einspielen einer neuen Softwareversion von A2LL die Erfassung und Bearbeitung von Anträgen zum Arbeitslosgeld II (Alg-II) deutlich verbessert. Deshalb könnten die Arbeitszeiten mit der webbasierten Software werktags von 5 bis 22 Uhr, samstags von 5 bis 20 Uhr und sonntags von 8 bis 16 Uhr ausgeweitet werden, womit davon auszugehen sei, dass bis zur 51. Kalenderwoche alle Anträge erfasst werden können, heißt es in einer Presseerklärung der BA.

Unterdessen hat sich bei den von der Software ausgedruckten Bescheiden ein Problem ergeben. Eine BA-Sprecherin bestätigte am Freitag einen Bericht der Sächsischen Zeitung, nach dem in Bewilligungsbescheiden statt möglicher Freibeträge nur Nullen gedruckt wurden. Dabei handele es sich um einen technischen und keinen inhaltlichen Fehler, weil die Rechnungen selbst korrekt seien, betonte die Sprecherin.

Ein möglicher inhaltlich-technischer Fehler soll nach einem Bericht der Zeitung jedoch bei den in Sachsen verschickten 4500 Ablehnungsbescheiden zum Alg-II aufgetreten sein. Die Ablehnungen sollen im Ausdruck keinerlei Begründungen der Ablehnung aufweisen, auch wenn die Sachbearbeiter in der Software die zur Ablehnung führenden Gründe nennen. Obwohl auch diese Bescheide rechnerisch richtig sein sollen, kann die mangelnde Transparenz gerade bei den Ablehnungen zu einer Welle von Widersprüchen führen.

Siehe zu dem Thema auch:

(Detlef Borchers) / (anw)

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