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Haswell-CPUs zu sparsam für ältere Netzteile

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Bis zur Markteinführung der vierten Generation der Core-i-Prozessoren sind es nur noch wenige Wochen. Intel spendiert den neuen Haswell-Chips unter anderem verbesserte Schlafzustände, bei denen die CPU weniger Strom im Leerlauf benötigt. Die geringere Leistungsaufnahme kann aber für Probleme mit einigen PC-Netzteilen sorgen.

Bei ruhender Desktop-Oberfläche liegen zwischen den Aktivitätsphasen des Prozessors mehrere zigtausend Taktzyklen, in denen der Prozessor einen Großteil seiner Einheiten abschaltet. Je mehr Funktionsblöcke der CPU vom Strom getrennt werden, desto größer ist der Spareffekt. Allerdings verlängert sich die Aufwachzeit aus den tieferen Schlafzuständen. Im tiefsten Stromsparzustand C7 schalten sich beispielsweise die Prozessorkerne ab und neben dem L1- und L2-Cache wird auch der Level-3-Cache geleert, sodass das Mainboard die Kernspannung abschalten kann .

Für die Haswell-Prozessoren verspricht Intel einen geringeren Energiebedarf als bisher.

(Bild: Intel)

Durch Optimierung soll die Leistungsaufnahme der künftigen Haswell-Prozessoren im Leerlauf so stark sinken, dass der Strombedarf auf der 12-Volt-Netzteilschiene für die CPU-Spannungswandler nach Informationen von VR-Zone auf bis zu 0,05 Ampere (0,6 Watt) fallen kann. Die aktuelle ATX12V-Spezifikation schreibt jedoch eine Mindestlast von 0,5 Ampere vor, bei der das Netzteil alle Grenzwerte einhalten muss. Im (nahezu) lastlosen Betrieb darunter darf es sich abschalten.

Vor allem bei älteren Netzteilen besteht die Gefahr, dass das Netzteil bei aktiviertem C6- und C7-Schlafzustand die 12-Volt-Spannung wegen der geringen Last nicht stabilisieren kann. Dann schalten die entweder integrierten Schutzfunktionen das Netzteil ab oder das System wird instabil und stürzt ab. Laut VR-Zone gilt derzeit die Empfehlung an die Mainboard- und Systemhersteller, im BIOS-Setup eine Option zum Abschalten der tiefen Schlafzustände einzubauen. Der Netzteilhersteller Enermax hat inzwischen eine Liste mit Haswell-kompatiblen Netzteilen veröffentlicht. Vermutlich folgen in den nächsten Wochen weitere Hersteller. (chh)