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Heißwassergekühlter Supercomputer der ETH Zürich ist in Betrieb gegangen

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Der Supercomputer Aquasar an der ETH Zürich, für den IBM vor einiger Zeit ein neues Kühlkonzept mit bis zu 60 °C heißem Wasser vorgestellt hatte, ist nun in Betrieb gegangen. Das Heißwasser wird dem Heizsystem der Universität zugeführt, was zumindest in der kälteren Jahreszeit zu einer erheblich besseren Energieausbeute führt. Verglichen mit luftgekühlten Systemen soll die Heißwasserkühlung bis zu 40 Prozent weniger Energie verbrauchen und mit der eingerechneten Rechnerwärmekopplung reduziert sich in der Gesamtbilanz der Kohlendioxidausstoß um bis zu 85 Prozent.

Trotz des heißen Kühlwassers des mit sechs Teraflops Linpack-Leistung arbeitenden Blade-Center-Servers sei sichergestellt, dass die CPUs nicht heißer als 85°C werden. Der Cluster setzt sich dabei aus 33 QS22-Servern mit IBM PowerXCell-8i-Prozessoren und 9 HS22 mit Intel Xeon (Nehalem-EP) zusammen. Zwei Drittel dieser Server werden wassergekühlt die eine thermische Leistung von neun Kilowatt an das Heizsystem der Universität weiterleiten.

Bei der Energieeffizienz sind ohnehin IBMs PowerXCell-8i-Prozessoren derzeit nicht zu schlagen. In der vor wenigen Tagen veröffentlichten Green500-Liste stehen die drei in Deutschland entwickelten QPACE -Systeme mit PowerXCell-8i mit weitem Abstand an der Spitze. Recht gut platzieren konnten sich auch Supercomputer mit GPU-Beschleunigung, insbesondere der chinesische Nebulae mit Nvidia C2050 auf Platz 4. Mit 17 der Top-20-Systeme dominiert IBM klar die Green500-Liste, regt jetzt aber an, neben dem reinen Energieverbrauch in Zukunft die Kohlendioxidproduktion stärker als Maßstab zu berücksichtigen (as)

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