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Here stellt Karten-Apps für Windows Phone ein

Nach der Übernahme durch die deutschen Auto-Konzerne bereinigt der Kartenspezialist sein Portfolio: Die Apps für Windows Phone werden nicht mehr weiterentwickelt, die für Windows 10 Mobile verschwindet ganz.

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Here Maps: Frischware bald nur noch auf Android und iOS.

(Bild: Here)

Kartenspezialist Here stellt die Weiterentwicklung seiner Apps für Windows Phone ein und nimmt die Apps für Windows 10 Mobile aus dem Windows-Store. Besitzern eines Windows-Smartphones empfiehlt der Hersteller die systemeigenen "Windows Maps", die ohnehin viel Here enthalten. "Wir halten mit den Marktveränderungen Schritt, indem wir unsere Apps für neue Betriebssysteme einführen, während wir die Unterstützung für andere einstellen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die Here-Anwendungen für Windows Phone werden demnach nicht mehr weiterentwickelt, sollen aber noch Bugfixes erhalten. Auch das speziell für Windows Phone entwickelte Kartenmaterial soll keine Updates mehr erhalten. Während Anwender von Windows Phone 8 die Apps immerhin weiter nutzen können, nimmt der Anbieter die Apps für Windows 10 am 29. März aus dem Store. Installierte Apps werden dann ab dem 20. Juni nicht mehr funktionieren.

Bisher laufe die App unter Windows 10 mithilfe eines Workarounds, der ab Juli nicht mehr funktioniere, erklärt der Hersteller seine Entscheidung. Um Here weiter für die Plattform anbieten zu können, müssten die Apps von Grund auf neu programmiert werden. Die Entscheidung dagegen sei eine wirtschaftliche gewesen. Angesichts der sinkenden Verbreitung von Windows Phone ist das für Anwender sicher eine bittere Nachricht, dürfte aber nicht überraschen.

Die Entwicklung der guten Kartenanwendungen von Here begann noch unter dem Dach von Nokia, das 2007 den Kartenspezialisten Navteq übernommen hatte. Nach dem Pakt mit Microsoft gab es die Here-Apps zunächst exklusiv auf den Nokia Lumias mit Windows Phone. Inzwischen gibt es die Here-Apps auch für Android und iOS. Ende vergangenen Jahres wurde Here von einem Konsortium deutscher Autohersteller übernommen. (vbr)