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Hessen-Wahl: Computerpannen reißen nicht ab

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Über Langeweile können sich die Wahlhelfer in Wetzlar derzeit nicht beklagen. Wegen eines Softwarefehlers müssen alle 10.142 Wahlzettel, auf denen die Bürger bei der Kommunalwahl in Hessen kumuliert und panaschiert haben, von Hand neu ausgezählt werden, meldete am gestrigen Dienstag die Wetzlarer Neue Zeitung. Demnach konnte die Stadt Wetzlar bis zum gestrigen Abend kein amtliches Endergebnis vorlegen. Ob die "Bürgerliche Koalition" aus CDU, FWG und FDP weiter fortbestehen wird, ist weiter völlig offen.

Bereits am Montag war es zu Fehlern bei der Übertragung und Zusammenführung von Wahlergebnissen gekommen: Die einzelnen Dateien wurden überschrieben oder verändert. Die Auszählung wurde daraufhin gestoppt und der Hersteller der Software aufgefordert, die Fehler zu beseitigen. "Aber dann stellte sich heraus, dass auch in der aktualisierten Version keine fehlerfreie Zusammenführung der Ergebnisse einzelner Wahlvorstände möglich ist. Daraufhin wurde die Auszählung abgebrochen, nachdem 35 von 42 Wahlbezirken erfasst waren", erklärte der stellvertretende Wahlleiter Michael Peters gegenüber der Wetzlarer Neuen Zeitung. Nachdem der Fehler am Dienstag immer noch nicht beseitigt war, ordnete der Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) eine erneute Auszählung per Hand an. Wegen der immensen Größe der Wahlzettel beteiligt sich fast die gesamte Belegschaft des Rathauses mit über 300 Personen an der mühevollen Kleinarbeit. Nicht betroffen sind allein die Stimmzettel für die Listenwahl, für die Wahl der Ortsbeiräte und der Kreistagswahl. (hag)