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Hessisches Dreirad auf dem Weg zum Automotive X-Prize

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Technology Review
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Wer meint, dem Elektro-Auto TW4XP aus der nordhessischen Provinz fehle ein Rad, der irrt. Tatsächlich fehlen ihm zwei, denn auch ein Lenkrad sucht man vergebens. Stattdessen steuert der Fahrer das Gefährt mit zwei seitlich vom Sitz angebrachten Hebeln. Auch das Gaspedal hat seinen Stammplatz verlassen und sitzt nun in Form eines Druckknopfes im Griff des rechten Hebels. Lediglich das Bremspedal befindet sich noch an vertrauter Stelle im Fußraum – allerdings nur, solange dort nicht eine optional erhältliche Tretkurbel eingebaut wird, mit der ein Fahrer seinen eigenen Strom erzeugen kann.

Keine Frage: An Mut zu unkonventionellen Lösungen mangelt es den Machern des Zweisitzers nicht. Aber kann so ein exotisches Vehikel auch Grundlage für eine seriös kalkulierte Serienproduktion sein? Auf jeden Fall, meint das TW4XP-Team, und das wurde ihm sogar von einer amerikanischen Jury bestätigt: Das Dreirad ist der einzige verbliebene deutsche Beitrag zum "Automotive X-Prize", einem internationalen Wettbewerb für energiesparende Fahrzeuge, schreibt Technology Review in seiner Mai-Ausgabe (seit dem 29. 4. am Kiosk oder portokostenfrei online zu bestellen).

Um die zehn Millionen Dollar Preisgeld zu gewinnen, reicht es nicht, einen konkurrenzfähigen Prototypen zu bauen. Die Teilnehmer müssen zudem durch Kostenberechnungen und Marktanalysen glaubhaft nachweisen, dass sie ab 2014 jährlich 10.000 Stück ihres Wettbewerbsfahrzeugs herstellen und verkaufen können. Rund zwei Drittel der ursprünglich mehr als hundert X-Prize-Kandidaten scheiterten an dieser Hürde – das E-Dreirad blieb aber im Rennen der letzten 40. Vom Mai bis September muss der TW4XP – das Kürzel steht für "Three Wheeler for X-Prize" – nun in den USA auf Straße und Prüfstand zeigen, was er kann.

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(bsc)