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Hewlett-Packard schwächelt weiter

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Hewlett-Packard musste sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000/2001 mit einer bescheidenen Umsatzsteigerung von zwei Prozent begnügen. Von November 2000 bis Januar 2001 nahm der Computerkonzern 11,9 Milliarden US-Dollar ein, im Vorjahresquartal lag der Umsatz bei 11,7 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn nach Steuern ging um fast 60 Prozent zurück und erreichte 328 Millionen Dollar (Vorjahreszeitraum 794 Millionen Dollar). Im Vergleich zum letzten Quartal des Vorjahres sehen die Zahlen noch schlechter aus: Der Umsatz ging um zehn Prozent zurück, in den USA sogar um 21 Prozent.

Konzernchefin Carly Fiorina verwies auf die weitere Abschwächung der US-Wirtschaft. "Die Zurückhaltung bei den Verbrauchern und in den Unternehmen führte dazu, dass unser Umsatz in Nordamerika um sechs Prozent zurückging", sagte sie. Davon seien besonders das PC- und das Drucker-Geschäft betroffen gewesen. Außerhalb der USA habe HP jedoch im Vergleich zum Vorjahresquartal um acht Prozent zulegen können. In Europa waren es sieben, in Asien zehn und in Lateinamerika sogar 14 Prozent.

Bereits im letzten Quartal im Jahr 2000 hatte HP die Anleger enttäuscht. Anfang Dezember verbreitete Unternehmenschefin Fiorina aber weiterhin Optimismus und sprach von 15 bis 17 Prozent Wachstum im Jahr 2001. Nur einige Tage später startete HP einen Sparkurs und verschob geplante Gehaltserhöhungen um drei Monate.

Für das zweite Quartal 2001 rechnet HP mit einem Wachstum im unteren oder mittleren einstelligen Bereich. Falls sich die US-Konjunktur erhole, wie einige Analysten prognostizieren, und die Wechselkurse stabil bleiben, könne sich das Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr verbessern, sagte Fiorina. Hewlett-Packard erwartet aber in diesem Jahr keine Rückkehr zu zweistelligen Wachstumsraten. (hod)

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