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Higgs Hunter: Internetnutzer als Teilchenjäger fürs CERN

Menschliche Augen sollen erkennen, was Computern entgeht: Ein wissenschaftliches Projekt bittet Internetnutzer um Mithilfe auf der Suche nach kleinsten Teilchen.

Higgs Hunter: Internetnutzer als Teilchenjäger

"Nachdem das Higgs-Boson gefunden wurde, wollen wir nun wissen, wie es funktioniert", sagte Alan Barr, Teilchenphysiker an der University of Oxford. "Nun bitten wir Sie, Aufnahmen von Kollisionsexperimenten zu betrachten und uns zu sagen, was Sie sehen."

Barr meint die Internetnutzer, die ihm und seinen Kollegen helfen könnten. Er ist einer der führenden Wissenschaftler des Projekts "Higgs Hunter". Es wurde in die Welt gesetzt, weil Menschenaugen in den Aufnahmen von Teilchenkollisionen vermutlich mehr erkennen können als Computer. "Computeralgorithmen zu programmieren, mit deren Hilfe die Teilchen identifiziert werden können, ist schwierig", ergänzt der Physiker Andy Haas von der New York University. Insbesondere geht es um solche Teilchen, die mit dem Zerfall von Higgs-Bosonen entstehen könnten.

Die Aufnahmen stammen von Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) am europäischen Nuklearforschungszentrum CERN, die jüngst erst auf einem Open-Data-Portal bereit gestellt wurden. Sie zeigen Spuren von subatomaren Teilchen, die von den Internetnutzern erkannt und gezählt werden sollen. Auf die Weise könnte es geschehen, dass bisher unbeobachtete Teilchen gesehen werden, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Hier wird das Prinzip der Suche erklärt

Das so genannte Gottesteilchen Higgs-Boson war schon in den 60er Jahren vom Belgier François Englert und dem Briten Peter W. Higgs vorhergesagt und 48 Jahre später am CERN aller Wahrscheinlichkeit nach nachgewiesen worden. Im Jahr darauf bekamen beide den Physik-Nobelpreis.

Siehe dazu auch:

(anw)

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