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Highend-Smartphones im Test: Das iPhone X ist nicht immer erste Wahl

Apple hat sich für das iPhone X so manches von den Android-Smartphones abgeschaut. Im c't-Test musste es gegen neun davon zeigen, ob neue und alte Tugenden die Konkurrenz in Schach halten können.

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High-End-Smartphones im Test: Das iPhone X ist nicht immer erste Wahl

Eine riesige Auswahl an schnellen, gut ausgestatteten Smartphones buhlt um die Kunden. Dabei ist die Preisspanne enorm: Das Nokia 8 (ab 312,90 €) bringt für 430 Euro einen ebenso schnellen Prozessor und eine höhere Display-Auflösung mit wie ein Samsung Galaxy Note 8 (ab 629,90 €) für 850 Euro. Wer das beste Smartphone direkt vom Android- oder iOS-Entwickler haben will, zahlt mindestens 940 oder gar 1150 Euro. Ob sich der gigantische Aufpreis für Apple iPhone X (ab 863,50 €) und Google Pixel 2 XL (ab 579,65 €) lohnt, hat die c't in ihrer aktuellen Ausgabe getestet.

Schaut man rein auf Performance und Akku-Laufzeiten, könnte man da schon ins Grübeln kommen. Denn die Top-Geräte mit Android sind nahezu gleich schnell. Das iPhone X zieht der Meute zwar klar davon und beeindruckt in den Benchmarks mit überlegene Werten. Nur im Alltag sieht man davon bisher nicht viel, denn flott genug für die nächsten Jahre sind auch die Konkurrenten. Mangels Desktop-Modus, wie ihn Huawei Mate 10 Pro (ab 426,07 €) und Samsung Note 8 anbieten, beschränken sich rechenintensive Aufgaben wie 4K-Videoschnitt und Produktivanwendungen auf die wenigen Zoll des iPhone-Displays. Immerhin ist keiner schneller fertig als der randlose Schönling. Wer möglichst lange Laufzeiten will, kommt mit dem OnePlus 5T (ab 474,95 €) für die Hälfte des Geldes weg. Das hält mal eben 5 Stunden länger beim Surfen durch als das iPhone X.

An das Moto Z2 Force von Lenovo lassen sich Module anbringen, auch Kuriositäten wie einen Alexa-Lautsprecher oder ein Gamepad.

Schmale Ränder, auch ober- und unterhalb des Displays, sowie kontrastreiche OLED-Displays können die meisten Top-Geräte bieten. Doch OLED ist nicht gleich OLED, im Google Pixel 2 XL, Lenovo Moto Z2 Force (ab 269,99 €) und LG V30 (ab 430 €) steckt die Plastic-OLED-Technik (POLED) von LG. Der starke Blaustich schon bei geringen Blickwinkelabweichungen, die vergleichsweise geringe Helligkeit und auf einfarbigen Flächen leicht sichtbare Schatten werfen Pixel 2 XL und V30 hinter die Konkurrenz zurück. Dass es besser ginge, zeigt das Z2 Force. Hier traten die Probleme überraschend nicht oder nur in weit geringerem Umfang auf.

Ein triftiger Grund mehr Geld auszugeben ist die Fotoqualität. Denn hier schneiden die teuersten Geräte deutlich besser ab als der Rest, jedoch jeweils mit individuellen Stärken und Schwächen. Je nach Szenario ist mal Apple, mal Samsung oder Google vorn. Doppelkameras alleine machen noch keine gute Kamera, sie helfen weder dem Nokia 8 noch dem Razer Phone zu überzeugenden Schnappschüssen.

Mit den teuren Geräten gönnt man sich vor allem zusätzlichen Luxus: Für Stiftfans gibt es keinen Weg vorbei am Samsung Galaxy Note 8 und bequemer als mit Face ID hat man bisher kein Smartphone entsperrt. Ans Moto Z2 Force lassen sich Module an die Rückseite heften, etwa einem Akku oder eine Gamepad.

Mehr zu den Top-Smartphones gibt es in der aktuellen c't 16/2017 (seit 9.12. am Kiosk)

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