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Hinweise auf zwei Mega-Tsunamis auf dem Mars gefunden

Dass auf dem Mars einst ein großer Ozean aus flüssigem Wasser existierte, wird von Wissenschaftlern immer mehr untermauert. Nun haben Forscher Spuren zweier riesiger Tsunamis gefunden, die die Küstenlinie einst zersplitterte.

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Die unterschiedlichen ehemaligen Küstenlinien

(Bild: Alexis Rodriguez)

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US-amerikanische Wissenschaftler meinen, Hinweise auf zwei immense Tsunamis gefunden zu haben, die einen einstigen Ozean auf dem Mars erschütterten. Wie das Planetary Science Institute erläutert, hat das Team um den Geologen Alexis Palmero Rodriguez auf dem Roten Planeten Sedimente gefunden, die von riesigen Wellen dort abgelagert wurden. Die Tsunamis könnten durch zwei Einschläge ausgelöst worden sein und hätten am Ufer 120 Meter hohe Wellen geschlagen, die Hunderte Kilometer ins Umland vorstießen.

Wie die Wissenschaftler erläutern, krankte die Theorie eines riesigen Gewässers auf der Oberfläche des inzwischen roten Planeten lange daran, dass keine lange und zusammenhängende Küstenlinie gefunden wurde. Das könnte durch die beiden Mega-Tsunamis in ferner Vergangenheit nun erklärt werden. Die könnten die Sedimente über eine große Fläche verteilt und die Küstenlinie dadurch zersplittert haben. Noch müssten aber Hinweise auf die Tsuanmis an anderen Stellen der einstigen Ränder des Ozeans gefunden werden, erklären die Wissenschaftler.

Der Ozean auf dem Mars existierte vor schätzungsweise 3,4 Milliarden Jahren. Dass damals flüssiges Wasser auf der Oberfläche vorkam, dafür findet auch der Mars-Rover Curiosity immer mehr Hinweise. Die beiden riesigen Tsunamis fanden wahrscheinlich im Abstand von mehreren Millionen Jahren statt, schließen sie aus ihren Bildern der Mars-Oberfläche. Von der Erde kenne man solche Ereignisse auch, hier würden ihre Spuren durch natürliche Prozesse aber vergleichsweise schnell wieder verdeckt. Das passiere auf dem Mars nicht. Dort könnten die nun gefunden Überreste interessante Ziele für zukünftige Forschungsmissionen werden.

Ein See auf dem Mars (8 Bilder)

Ein Simulation des Sees im heutigen Krater Gale
(Bild: NASA/JPL-Caltech/ESA/DLR/FU Berlin/MSSS )

(mho)