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Hitachi fürchtet um seine LCD-Umsätze

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Hitachi bangt als Erster unter den Produzenten von Flüssigkristallpanels lauthals um seine erhofften Gewinne aus dem Displaygeschäft. Die Preise für LCD-Panels seien seit Beginn dieses Jahres stärker gefallen, als man von Herstellerseite gehofft habe. Neue Anbieter aus Taiwan – darunter HannStar, Acer oder CPT – und altbekannte aus Korea wie beispielsweise LG-Philips und Samsung hätten das Angebot an Flachbildschirm-Panels deutlich gesteigert und gleichzeitig die Preise für LCDs in den Keller gedrückt.

Deshalb könne das Unternehmen die erwarteten Umsätze im Flachbildschirmbereich – Hitachi hatte zum Ende des Geschäftsjahrs einen Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar prognostiziert – nicht erreichen. Im Geschäftsjahr 1999, das am 31. März 2000 endete, hatten die Japaner mit LC-Panels rund 1,35 Milliarden US-Dollar erzielt und damit den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Aus Anwendersicht ist dieses Gejammere allerdings wenig nachvollziehbar: Während sich die Hersteller im letzten Jahr als Grund für die hohen LCD-Preise auf die Panel-Knappheit beriefen, sollen in diesem Jahr scheinbar die vermeintlichen Überkapazitäten und damit verbundene Lagerkosten, ungenutzte Produktionskapazitäten etc. herhalten. (uk)